Nun kommt der Abriss:

Die Platte ist nicht mehr gefragt

In Blankensee gibt es einerseits zu viele Wohnungen. Andererseits fehlt es an  Flächen zum Eigenheimbau. Die Lösung: Der nächste Block wird abgerissen.

Nur noch eine Wohnung ist in dem Neubaublock Kirchstraße 12/14 in Blankensee belegt. Bis Anfang nächsten Jahres soll das Haus abgerissen werden.
Heike Sommer Nur noch eine Wohnung ist in dem Neubaublock Kirchstraße 12/14 in Blankensee belegt. Bis Anfang nächsten Jahres soll das Haus abgerissen werden.

Mit einem Wohnungsleerstand von 16,9 Prozent muss sich die Gemeinde Blankensee derzeit noch herumschlagen. Andererseits werden regelmäßig junge Paare bei Bürgermeister Wulf Bednorz vorstellig, die gerne nach Blankensee ziehen würden. Allerdings in die eigenen vier Wände und nicht in den Plattenbau. Ein Dilemma, das die Gemeinde so nicht mehr möchte.

Mit der Wohnungs-Verwaltungs- und Eigentumsgesellschaft Carpin (VWEG) – die Gemeinde Blankensee ist mit 118 kommunalen Wohnungen einer von vier Gesellschaftern – macht man nun Nägel mit Köpfen. Bis zum Frühjahr 2017 soll ein weiterer Plattenbau aus dem Dorf verschwinden. Statt seiner könnten dann zwei Eigenheime errichtet werden.

Schon jetzt ist lediglich nur noch eine Wohnung von 14 Wohnungen in dem Haus bewohnt. „Bis zum Frühsommer waren hier noch acht Wohnungen vermietet, da war an Abriss noch nicht zu denken“, sagt Fred Scheel, Geschäftsführer der VWEG. Eine Sanierung kam  nicht infrage. „Der Aufwand wäre enorm gewesen. Der Wohnblock hat keine Zentralheizung, die Wohnungen werden mit Öfen beheizt. Darum sind die Mieten auch so preiswert. Aber solche preiswerten Wohnungen haben wir noch zu Genüge“, sagt Scheel. Insgesamt stehen in Blankensee 20 Wohnungen leer. „Wenn der Block in der Kirchstraße wegkommt, gibt es in Blankensee kein Leerstands-Problem mehr“, schätzt Scheel ein.

Er ist guter Hoffnung, dass es vom Land die Förderung für den Abriss geben wird. Die Gemeinde wird jetzt die Anträge einreichen. Scheel rechnet mit einer Bewilligung bis Ende September.

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