Bürgerbegehren gestartet:

Die Theater-Netzwerker kämpfen um jede Unterschrift

Es hat keine zehn Minuten gebraucht, da waren die ersten 20 Unterschriften zu Papier gebracht. Mit jedem Schriftzug kommt das Theaternetzwerk einem Volksentscheid zum Erhalt der Theater und Orchester GmbH näher.

Mit einem riesigen Stift haben die Theaternetzwerker ihr Bürgerbegehren am Freitag auf dem Neustrelitzer Markt symbolisch ins Rollen gebracht.
Anett Seidel Mit einem riesigen Stift haben die Theaternetzwerker ihr Bürgerbegehren am Freitag auf dem Neustrelitzer Markt symbolisch ins Rollen gebracht.

Der Auftakt ist gemacht. Auf dem Markt hatten sich am Freitagnachmittag die Theaternetzwerker in Position gebracht. Ihr Ansinnen: Ein Bürgerbegehren zum Erhalt der Theater und Orchester GmbH soll auf den Weg geschickt werden. Die Netzwerker selbst waren die ersten, die ihre Unterschrift aufs Papier brachten und damit eine Aktion ins Rollen bringen wollen, die es seit 1990 in Neustrelitz nie gegeben hat. Mit ihrem Bürgerbegehren streben die Kämpfer den Erhalt der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz (TOG) durch einen Volksentscheid an.

Jetzt liegen die Unterschriftenlisten unter anderem in der Kachelofenfabrik, bei der Tanzkompanie und im Kunsthaus aus. In den nächsten Tagen, so hieß es, soll das Angebot erweitert werden. Auch während der Schlossgartenfestspiele soll massiv um Unterschriften geworben werden. „Wir müssen Klinken putzen“, sind sich die Netzwerker sicher, dass sie einen schweren Weg eingeschlagen haben. Denn um einen Bürgerentscheid durchzusetzen, müssen die Akteure die Unterschriften von mindestens zehn Prozent der Wahlberechtigten bekommen. In Neustrelitz läuft das auf rund 1800 Unterschriften hinaus. Eine Frist haben sich die Netzwerker nicht gesetzt. Möglicherweise schaffen sie es nach der Sommerpause mit dem Thema auf die Tagesordnung der Stadtvertretung. Doch bis dahin ist ein langer Weg, macht Mitinitiator Christoph Kurzweil deutlich. Ein langer, aber kein hoffnungsloser Weg, fügt er hinzu. Es werde über weitere Aktionen nachgedacht, um genug Stimmen zum Erhalt der Theatergesellschaft zu erhalten.

Läuft alles nach Plan, dann müssen die Neustrelitzer also in absehbarer Zeit gleich zwei Mal ihr Votum zu einem Volksbegehren abgeben. Am 6. September ist die Stimme der Wahlberechtigten zur Gerichtsstrukturreform gefragt. Und wenn genug Unterschriften in Neustrelitz von den Netzwerkern gesammelt werden, dann müssen die Einwohner erneut an die Urne treten, um ihre Stimme zum Erhalt der TOG abzugeben.

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