Zu flach, zu viele Fische, zu viel Schmutzwasser?:

Dieser See ist ein echter Notfall

Die ohnehin schon miese Qualität von Woldegks Stadtsee hat sich noch weiter verschlechtert. Das zeigen die Seewasserproben aus dem Vorjahr. Die Ursachen sind dabei nicht so einfach festzustellen.

Woldegks Stadtsee ist eigentlich ein schönes Fleckchen Erde. Allerdings lässt der Zustand des Gewässers zu wünschen übrig.
Foto: Tobias Lemke Woldegks Stadtsee ist eigentlich ein schönes Fleckchen Erde. Allerdings lässt der Zustand des Gewässers zu wünschen übrig.

Der Stadtsee im Osten von Woldegk bereitet den Mühlenstädtern und Gewässerexperten weiterhin großes Kopfzerbrechen. Der Zustand des Sees hat sich nochmals verschlechtert. Das nicht nur ein bisschen, sondern sogar dramatisch, wie Woldegks Bau- und Ordnungsamtsleiter Manfred Balzer berichtet.

Die Stadt hatte schon vor längerer Zeit auf die Probleme mit dem See aufmerksam gemacht. Das Gewässer verlandet zunehmend, die Sichttiefe und Güteklasse des Wasser nimmt ab. Im Vorjahr sind dem See daher monatlich Wasserproben entnommen worden. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte (StALU) hatte ein limnologisches Gutachten in Auftrag gegeben. Sprich, es wurden alle wichtigen Parameter genauer unter die Lupe genommen.

Das ernüchternde Ergebnis: „Selbst innerhalb des Untersuchungszeitraums hat noch mal eine Verschlechterung des Seezustands eingesetzt“, erklärt Balzer. Ende der vorigen Woche hatte es in der Woldegker Verwaltung eine Gesprächsrunde mit Vertretern vom Umweltamt Mecklenburgische Seenplatte zu den Erkenntnissen der Gewässerspezialisten gegeben. Als mögliche Ursache für den  Seezustand komme der Fischbesatz und der geringe Wasserspiegel in Frage. Auch fremde Einleitungen schließen die Experten nicht aus. Die Betonung liege bei allen Annahmen aber auf dem Wort „möglich“, sagt Balzer, dass die Ursachen bisher eben nicht feststehen. 

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