Pünktlich wie im Vorjahr:

Dieser Storch gehört zu den Eiligen

Adebar ist wieder auf dem Scheunendach von Hans-Wilhelm Maaß in Groß Quassow gelandet. Naturfreunde dürfen den Storch gerne aus der Nähe beobachten.

In Groß Quassow hat es sich der Storch wieder gemütlich gemacht.
Foto: Tobias Lemke In Groß Quassow hat es sich der Storch wieder gemütlich gemacht.

Auf ein Drama im Storchennest kann Hans-Wilhelm Maaß in diesem Jahr verzichten. Das musste er schon im vorigen Jahr miterleben. Da flog Meister Adebar nämlich wieder von dannen, weil ihn „widrige Umstände“ verschreckt hatten, wie der Groß Quassower berichtet. Am Ende nahm die Geschichte aber doch noch ein gutes Ende. Ein zweites Storchenpaar ließ sich auf seiner Scheune nieder und brütet zwar spät, aber erfolgreich. Zwei Jungstörche machten sich schließlich im August mit ihren Eltern auf den Weg in südliche Gefilde.

Auch für dieses Jahr ist das Groß Quassower Urgestein zuversichtlich. Denn am Ostersonntag flog auf seinem Hof nun wieder einer der ersten Vögel der Region ein. Bisher gebe es aus der Strelitzer Ecke jedenfalls noch keine weitere Meldung, sagt der Weisdiner Storchenbeauftragte Werner Mösch vom Naturschutzbund Deutschland. Die Naturfreunde hoffen in diesem Sommer auf bessere Bruterfolge. 2015 gab es bei den Vögeln so wenig Nachwuchs wie lange nicht mehr.

Wie im Vorjahr tauchte der Quassower Storch am 27. März auf. „Das ist aber Zufall“, erklärt Maaß, der stets alle wichtigen Infos dokumentiert. So beziehen die Störche in Groß Quassow in der Regel zwischen dem 26. März und dem 5. April das Nest. Seit 79 Brutjahren ist der Horst durchgängig besetzt gewesen. Insgesamt 184 Jungvögel sind in dem Dorf seither flügge geworden. Nur in einigen wenigen Jahren gab es keine Jungvögel. Das Nest war aber stets mindestens von einem Tier besetzt, liest der Storchenvater aus seiner Statistik ab.