Völlig marode:

Dieses Wehr wird für viel Geld umgebaut

Nach der Schleuse wird jetzt auch das Wehr in Voßwinkel erneuert. Holz und Beton werden durch Stahl und Stahlbeton ersetzt, der Handbetrieb durch automatische Steuerung. Dadurch sollen die Wasserstraßen nutzerfreundlicher werden.

Das alte Wehr an der Schleuse in Voßwinkel ist schon ziemlich kaputt und muss jetzt saniert werden.
Heike Hampel Das alte Wehr an der Schleuse in Voßwinkel ist schon ziemlich kaputt und muss jetzt saniert werden.

Die Bundeswasserstraßen werden weiter modernisiert und digitalisiert, auch in der Mecklenburgischen Seenplatte. In diesem Jahr ist das alte Wehr an der Oberen-Havel-Wasserstraße bei Voßwinkel dran. Es wird abgerissen und neu gebaut, teilt Peter Münch, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde mit. Die Kosten liegen bei rund 300 000 Euro. Auf den Boots- und Schiffsverkehr haben die Bauarbeiten keine Auswirkungen.

Das alte Schützenwehr besteht noch aus Holz und Beton. Das sogenannte Schütz, die Platte zur Regelung des Wasserdurchflusses, ist kaputt. Sie wird durch eine Schütztafel aus Stahl, das Mauerwerk durch eine Stahlbetonkonstruktion ersetzt. Bisher wurde der Wasserabfluss per Hand gesteuert. Künftig wird ein elektrischer Antrieb den Wehrverschluss öffnen und schließen, erklärt Peter Münch. Bei Bedarf könne das Wehr auch aus der Leitzentrale im brandenburgischen Zehdenick gesteuert werden.

Mit Wehren wie dem in Voßwinkel werden auf den Bundeswasserstraßen die Wasserstände für die Schifffahrt geregelt. So erhält die Havel-Oder-Wasserstraße, die zwischen Berlin und Hohensaaten an der Oder verläuft, den Großteil ihres Wasserzulaufs aus der Müritz über eine Reihe von Wehren entlang der Müritz-Havel-Wasserstraße und der Oberen-Havel-Wasserstraße.

 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung