Kein Durchkommen:

Dornen sollen Gleisquerer stoppen

Nichts geht mehr über die Gleise. Ein Zaun und andere Schikanen versperren seit Freitag den Weg zu den Bahnschienen am Neustrelitzer Südbahnhof. Und dabei wurde der Zaun schon mehrfach geflickt.

Michael Landt und seine Kollegen vom Regiehof der Stadt Neustrelitz haben am Freitag mit einem neuen Stück Zaun dafür gesorgt, dass der Weg zu den Gleisen versperrt ist.
Anett Seidel Michael Landt und seine Kollegen vom Regiehof der Stadt Neustrelitz haben am Freitag mit einem neuen Stück Zaun dafür gesorgt, dass der Weg zu den Gleisen versperrt ist.

Da wurden am Freitag keine Mühen gescheut. Aber jetzt ist der Weg über die Gleise am Neustrelitzer Südbahnhof versperrt. Die Mitarbeiter des städtischen Regiehofes haben auf mehrere Beiträge im Nordkurier reagiert und den runter getretenen Zaun ausgebessert. Außerdem haben sie Grünschnitt auf dem Weg verteilt, der das Durchkommen zusätzlich erschwert. Wer künftig dort hindurch will, muss sich den Weg quasi frei kämpfen. Eine Abkürzung kann das nun nicht mehr sein.

Die Bundespolizei hat die Arbeiten genau verfolgt. "Wenn Menschenleben gefährdet sind, müssen wir reagieren", so Michael Wolff, der im Neustrelitzer Bereich als Präventionsbeauftragter unterwegs ist. Bei der Bundespolizei hatten nach dem Beitrag die Alarmglocken geschrillt. "Ich war in den Schulen und habe mit den Schulleitern gesprochen", berichtet Wolff. Dort sollen auch erste Maßnahmen eingeleitet worden sein. Die Klassenlehrer haben ihrer Schützlinge belehrt. Seitdem  sind auch längst nicht mehr so viele Jungen und Mädchen auf den Gleisen unterwegs. Doch Kontrollen haben ergeben: Es gibt immer noch Unbelehrbare jeden Alters, die die gefährliche Abkürzung in Richtung Bahnhof wählen.

Selbst mit Kinderwagen gehts über die Gleise

Volker Krüger und Michael Landt vom Neustrelitzer Regiehof haben am Freitag an drei Stellen den runter getretenen Zaun repariert. Die Mitarbeiter haben den Weg zusätzlich mit Dornensträuchern versperrt. "Wir hoffen, dass es hält", so die Männer. Sie reparieren an dieser Stelle nicht das erste Mal und wissen, dass die jungen Leute aber eben auch Erwachsene sich gern über alle Schikanen hinweg einen Weg zu den Gleisen suchen. Manchen ist dafür kein Hindernis zu hoch, wie Regiehof-Chef Holger Pflugradt aus Erfahrung weiß. Es gab schon Winter, da wurde der Schnee an dieser Stelle bis auf 2,50 Meter angeschüttet. Selbst eine junge Mutter samt Kinderwagen suchte dennoch den Weg, um über die Schienen abzukürzen.

Dabei lohnt die gefährliche Abkürzung nicht einmal. Der Nordkurier hatte den Test gemacht. Maximal sechs bis sieben Minuten mehr Zeit sind nötig, wenn man auf regulärem Weg in Richtung Busbahnhof möchte. "Wir haben deshalb in den vergangenen Tagen verstärkt kontrolliert", sagt auch Michael Wolff.

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