Party zum PSV-Meistertitel:

Ein Fanclub und ein Kuss als Aufstiegsgeschenke

Was vor 15 Jahren als Freizeitsport begann, mischt demnächst in Liga Drei mit. Die Volleyballer vom PSV Neustrelitz haben den Aufstieg perfekt gemacht. Mit den Sportlern freuen sich die Fans, die noch Größeres vorhaben.

Wie schon in den bisherigen Heimspielen haben die PSV-Fans Robert Dörre, Ralf Gröhe, Max Odebrecht und Marc Lessing (von links) auch beim Saisonfinale noch einmal alles an den Trommeln gegeben.
Foto: Matthias Schütt Wie schon in den bisherigen Heimspielen haben die PSV-Fans Robert Dörre, Ralf Gröhe, Max Odebrecht und Marc Lessing (von links) auch beim Saisonfinale noch einmal alles an den Trommeln gegeben.

Der helle Wahnsinn. Auf den Zuschauerrängen der Strelitzhalle flippte am Sonnabend das Publikum förmlich aus. Immerhin wurde gerade Neustrelitzer Sportgeschichte geschrieben. Als um 20.25 Uhr der letzte Ball im „Volleyballtempel Strelitzhalle“ auf Seiten des Niendorfer TSV einschlug und Volleyball-Regionalligist PSV Neustrelitz als Meister und Aufsteiger in die Dritte Liga feststand, gab es kein Halten mehr. Es ist der bisher größte sportliche Erfolg der PSV-Männer. „Es ist einfach nur der Wahnsinn, was das für eine Stimmung in der Halle ist. Wir sind alle sehr stolz auf die Mannschaft“, schwärmte Fan Ralf Gröhe.

Er war von Anfang an dabei, als sich eine Gruppe von Sportlern in Wesenberg unter dem Namen „Freizeitsport Wesenberg“ gründete und ab 1999 am Spielbetrieb teilnahm. „Ein ganz großes Lob an unsere Jungs, die Großes geleistet haben. Jetzt heißt es Ideen zu sammeln“, blickt PSV-Anhänger Max Odebrecht sogar schon in die Zukunft. Wie auch die restlichen Anhänger freut er sich schon auf die kommende Saison in Liga Drei. Dann soll sogar ein eigener Fanclub gegründet werden, heißt es. Na, wenn das kein tolles Aufstiegsgeschenk für die PSV-Volleyballer ist?

Party macht die Nacht zum Tag

Stück für Stück steigerte sich die Mannschaft in den vergangenen Jahren unter „Meistertrainer“ Dirk Heß. „Wir als Verein stehen voll hinter der Mannschaft und dem Aufstieg. Nun gilt es die wirtschaftlichen Bedingungen abzustecken“, sagte PSV-Vorsitzender Ralf Minkner. Auch im letzten Heimspiel, das unter dem Titel „Saisonfinale“ stand, spielten die PSV-Herren vor voller Kulisse. „Es war ein geiles Spiel. Für mich als Wesenberger ist es schön zu sehen, was hier entstanden ist. Mit der Mannschaft kann man sich identifizieren“, so Djan Fricke. Große Anerkennung gab es auch vom Wesenberger Bürgermeister Helmut Hamp. Und sein Neustrelitzer Amtskollege Andreas Grund lud die Mannschaft zum Empfang ins Rathaus ein.

Doch das größte Lob und Geschenk gab es für Dirk Heß wohl von seiner Frau Tina. Kurz nach Spielende gab es den „Meisterkuss“. „Ich bin froh, dass die Saison so toll ausgegangen ist. Es war doch eine sehr anstrengende Zeit“, so Tina Heß. Nach der Party in ihrem „Volleyballtempel“ zog der PSV-Tross noch weiter und machte die Nacht dem Vernehmen nach zum Tag.