So ein Schmuckstück:

Ein Paradies mit süßen Früchten und göttlichen Schönheiten

Das kann nicht anders sein: Wenn es um die Neustrelitzer Orangerie geht, dann stehen die süßen Früchte im Mittelpunkt. Ein hübsches Fleckchen mitten in der Stadt entstand für 1,4 Millionen Euro. Darauf lohnt es sich anzustoßen. Und womit? Natürlich mit Orangenlikör.

Für Bürgermeister Andreas Grund gab es allen Grund zum Feiern.
Anett Seidel Für Bürgermeister Andreas Grund gab es allen Grund zum Feiern.

Selbst eine Dame im pompösen Kleid durfte nicht fehlen. Die Orangen sowieso nicht. Das hat schon was Barockes, was an der Orangerie von September 2013 bis November 2014 entstanden ist. Rund 1,4 Millionen Euro wurden ausgegeben, um das historische Schlossumfeld nach altem Vorbild neu zu gestalten.

Da bekam die Venus von Capua einen neuen Daumen. Die Göttin der Fruchtbarkeit, Demeter, und die griechische Gattin Zeus, Hera, stehen wieder fest und unerschütterlich auf ihren Sockeln in Richtung Schlossberg. „Die Zinkguss-Skulpturen wurden restauriert“, heißt es aus der Stadt. Mit rund 600 000 Euro hat sich Neustrelitz an dem Vorhaben beteiligt. Das restliche Geld hat die EU beigesteuert.

Bäume und wasserspeiende Orangen

Vier Bauabschnitte brauchte man, um zunächst die Schlossbergauffahrt nach historischem Vorbild herzustellen. In Zahlen heißt das: „Es wurden 14 Granitsäulen angefertigt, sechs vorhandene historische Granitsäulen und rund 62 Meter Geländer verbaut.“ Viele Quadratmeter Klinkerpflaster und Naturstein mussten verlegt werden. Gleichzeitig wurde der Vorplatz der Orangerie – als das i-Tüpfelchen des Projektes – gestaltet. Drei Messingkugeln speien Wasser oder sprühen feinen Nebel. Sie sind Orangen nachempfunden. Aufmerksamen Einwohnern und Gästen dürfte längst aufgefallen sein, dass die Bäume an dieser Stelle nicht irgendwie gepflanzt wurden, sondern nach historischem Pflanzschema einer Allee.

Ursprünglich hätte die Stadt schon im November ein Fest feiern können. Da waren die Millionen verbaut und das Projekt beendet. Die Jahreszeit jedoch alles andere als günstig zum Feiern im Garten. Zudem konnte noch niemand ahnen, wie es am Ende wirklich aussieht – ohne Rasen und Blumen. Schließlich waren hier rund 10 000 Zwiebeln, Knollen und Pflanzenkeime in den Boden gebracht worden. Nun ist das Ergebnis dieser Aktion im Frühjahr ans Tageslicht gekommen. In dieser Woche schien die Sonne im richtigen Augenblick. Als die Dame im opulenten Kleid Orangenlikör kredenzte, hatten alle Grund zum Anstoßen.

 

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