Neue Ausflugslinie für den Sommer:

Eine Bus-Idee, die noch Geldgeber braucht

Derzeit gibt es Gespräche zur Einrichtung einer neuen ÖPNV-Verbindung quer durch die Kleinseenplatte. Der Bus soll im Sommer fahren und ist vor allem für Feriengäste gedacht. Zuvor muss aber noch eine wichtige Frage beantwortet werden: Wer soll das bezahlen?

Von Haltestelle zu Haltestelle könnte Urlauber gondeln, wenn die Idee eines Ausflugsbusses in der Kleinseenplatte Realität werden würde.             
Bjoern Wylezich Von Haltestelle zu Haltestelle könnte Urlauber gondeln, wenn die Idee eines Ausflugsbusses in der Kleinseenplatte Realität werden würde.  

Einen ausgearbeiteten Streckenplan mit genauen Abfahrtszeiten und allen Haltepunkten gibt es schon. Selbst eine Nummer hat die mögliche Busverbindung quer durch die Mecklenburgischen Kleinseenplatte bereits. Unter der Linie 649 könnte ein Bus drei Mal täglich ab Wesenberg über Ahrensberg, Priepert und Canow weiter nach Diemitz, Schwarz und Schillersdorf, Babke bis nach Mirow fahren. Die Strecke soll nur im Sommer bedient werden und ist vor allem für Urlauber gedacht.

Ob die sogenannte Ausflugslinie aber wirklich an den Start geht, steht noch nicht fest. Derzeit finden Abstimmungsgespräche zwischen dem Landkreis, der Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft mbH (MVVG) und dem Busunternehmen Unger statt, hat der Nordkurier erfahren. Besonders wegen einer Frage hängt das ganze Vorhaben noch in der Luft: Wie lässt sich die Busverbindung finanzieren?

„Das Einrichten der Linie ist kein Problem“, sagt MVVG-Chef Torsten Grahn und bestätigt, dass es derzeit Pläne für eine Sommer-Busverbindung in der Kleinseenplatte gibt. Kostendeckend würde der Bus nicht über die Landstraßen rollen, ist sich Grahn sicher. Das zeigten schon die Erfahrungen aus der Vergangenheit, etwa mit der Fischadler-Linie im Müritz Nationalpark. Daher stehe die Frage nach der Finanzierbarkeit im Raum. Zusätzliches Geld müsse dabei nicht unbedingt vom Landkreis kommen, denkbar wäre auch eine Finanzierung über Tourismusanbieter und -verbände. „Wir als Verkehrsunternehmen können es nicht stemmen“, sagt Grahn klipp und klar. Immerhin richte sich das Angebot auch an Urlauber. So soll zum Beispiel ein Anhänger für Fahrräder mitgeführt werden.