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Neustrelitzer Fanfarenzug wegen Polizeieinsatz verstimmt

Fanfarenzüge sind nicht bekannt für leise Töne. Einigen Anwohnern in der Stadt wird das jetzt allerdings zu laut. Sie haben deshalb die 110 gewählt …

Bei der Fanfaronade in der Heimat sorgten mehrere Züge für eine geschlossene Formation auf dem Markt. Jetzt wird unter anderem für die WM in den USA geprobt, nicht zum Gefallen aller. (Archivbild)
Ulrich Krieger Bei der Fanfaronade in der Heimat sorgten mehrere Züge für eine geschlossene Formation auf dem Markt. Jetzt wird unter anderem für die WM in den USA geprobt, nicht zum Gefallen aller. (Archivbild)

Wenn die Mitglieder des Fanfarenzuges ihre Instrumente zum Tönen bringen, geht das nicht auf die ruhige Art und Weise. Das wissen die Mitglieder auch. Doch derzeit können sie nicht anders, sie müssen üben, üben und nochmals üben. „Wir wollen nicht nur in den USA zeigen, was wir können“, betont Olaf Teller vom Fanfarenzug. Davor stehen noch wichtige Wettkämpfe an, betont er. „Derzeit wird jedenfalls intensiv auf dem Sportplatz der IGS geprobt.” Das hat jetzt Ärger eingebracht. Nicht jeder ist Fan der Fanfarenmusik und so haben die Anwohner im Neustrelitzer Stadtteil Kiefernheide bereits die Polizei geholt, damit diese für Ruhe im Viertel sorgt.

Die Fanfaren indes wissen sich keinen Rat. Leise üben geht nicht. Deshalb sprechen sie nun laut eine Einladung an die Bewohner aus: „Zuschauer sind bei allen Proben willkommen“, betont Olaf Teller. „Wir freuen uns über jeden Zaungast – egal ob jung oder alt.“ Dann könne jeder beobachten, was und vor allem wie die Mitglieder des Fanfarenzuges üben. „Vielleicht gewinnen wir auf diese Art und Weise sogar neue Mitglieder“, erhofft sich Teller.

Höhepunkt wird Weltmeisterschaft in den USA

Auf jeden Fall wird jetzt auf der Schulsportanlage immer freitags zur öffentlichen Probe geladen. Wann es losgeht, sei ja nicht zu überhören. Meist beginnen die Musiker um 17 Uhr ihr Training. Außerdem könne jederzeit das Gespräch mit den Verantwortlichen gesucht werden. Auch wenn die Trommler alleine üben, werden Zaungäste nicht weggeschickt – das sei meist am Donnerstag der Fall.

Ein neuer Weltmeisterschafts-Versuch steht für Mitte Juli bei den sogenannten offenen Weltmeisterschaften in den Niederlanden an. „Der Höhepunkt des Jahres wird aber die WM in Palm Springs“, verdeutlicht Olaf Teller. Vor der Reise in die USA plagen den Fanfarenzug derzeit noch andere Sorgen. Die Finanzierung ist noch nicht komplett gesichert. Rund 75 000 Euro haben die 40 Musiker für die Reise mit einer Menge Sperrgepäck veranschlagt. „Die Hälfte des Geldes ist zusammen“, rechnet Olaf Teller vor. Einige Anträge wurden noch nicht bearbeitet. „Aber selbst wenn alle unsere Wünsche erfüllt werden, bleibt immer noch eine Summe von 7500 Euro, die nicht finanziert ist.“

Kommentare (4)

Das ist eindeutig Lärmbelästigung! Auch wenn es einigen nicht gefällt. Man kann auch woanders üben als mittem im Wohngebiet. Zum Beispiel im Parkstadion. Man muss es nur wollen!

Es gibt sicher bessere Orte um als Fanfarenzug zu üben. Auf Anhieb fällt mir das Gelände des Landratsamtes ein. Hier dürften sich weitaus weniger Mitmenschen gestört fühlen. Jedoch wäre es auch gut wenn sich mal jemand der Kaputten annehme, die mit Motorädern oder PKW möglichst laut und schnell die Straßen unserer Stadt befahren.

Andere Standorte finden mag leicht sein, sofern freie Kapazitäten verfügbar sind. Dann kommt es auf die Mietkosten an. Allein "Wollen" ist zu wenig und einfach gesagt.

sind vom Aussterben bedroht. Legt ihnen noch mehr Steine in den Weg und es wird bald keine mehr geben! Lärmbelästigung ist was anderes.