Gnadenschuss nach Autounfall:

Elch-Abenteuer endet traurig

Im verwilderten Gutspark von Lindow nahe der A 20 kam das Ende für einen jungen Elch, der auf der Autobahn von einem Auto angefahren worden war. Etliche Anwohner wurden Zeugen seiner letzten Minuten.

In Lindow an der A 20, unweit der Autobahnabfahrt Friedland, endete das Leben dieses Elchs.
Susanne Böhm In Lindow an der A 20, unweit der Autobahnabfahrt Friedland, endete das Leben dieses Elchs.

Traurig geendet ist das Abenteuer des jungen Elches, der aus Polen nach Mecklenburg-Vorpommern gewandert war. Das Tier wurde in der Nacht zu Dienstag an einem Feldrain bei Lindow erschossen.

Es war ein Gnadenschuss. Zuvor war der Elchbulle auf der Autobahn 20 zwischen Friedland und Strasburg von einem Auto angefahren worden. Danach war er noch über einen 1,30 Meter hohen Zaun am Straßenrand gesprungen und verschwunden. Zunächst sah es so aus, als habe der Elch den Unfall ohne größere Verletzungen überstanden. Doch er kam nicht mehr weit. Im verwilderten Lindower Gutspark, ein paar hundert Meter von der A 20 entfernt, brach das verletzte Tier zusammen.

Dort wurden Anwohner aufmerksam. "Es war gegen 19 Uhr", schildert Siegward Zingler aus Lindow. "Er stand erst, hat sich dann aber hingelegt. Richtig gepumpt hat er, gekeucht." Zu dem Zeitpunkt war der Elch schon so schwach, dass er nicht mehr versuchte, vor den Schaulustigen zu flüchten. "Man konnte bis auf ein, zwei Meter an ihn heran. Er wurde fotografiert. Es gab ein richtiges Blitzlichtgewitter", schildert Siegward Zingler. Weil ihnen der Elch leidtat, verständigten die Lindower die Behörden.  Ein Amtstierarzt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte erlöste den polnischen Gast von seinem Leid.

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