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Ermittlungen zur Markt-Explosion dauern an

Nach dem Vorkommnis in der Neujahrsnacht ist der Beschuldigte mittlerweile angehört worden. Eine Hausdurchsuchung verlief mit ernüchterndem Ergebnis.

Was da in der Neujahrsnacht unter der Marktkuppel explodiert war, bleibt bis heute ein Rätsel.
Maries Steffen Was da in der Neujahrsnacht unter der Marktkuppel explodiert war, bleibt bis heute ein Rätsel.

Erst vier Wochen nachdem auf dem Neustrelitzer Markt eine gewaltige Explosion die Silvester-Heimkehrer erschreckt hatte, hat die Polizei eine Hausdurchsuchung beim mutmaßlichen Verursacher durchgeführt. Gefunden wurde dabei allerdings nichts mehr: Es konnten keine „relevanten Gegenstände“ gesichert werden, bestätigte Carolin Radloff, Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg. Die große Zeitspanne begründete sie mit dem notwendigen Einholen von Genehmigungen.

Auch sechs Wochen nach dem spektakulären Vorfall ist noch nicht erwiesen, ob der Beschuldigte in der Neujahrsnacht auf dem Markt einen selbstgebauten Sprengsatz zur Explosion gebracht hat, bei dem auch metallische Gegenstände und Gipsklumpen durch die Luft flogen. Der Beschuldigte habe zugegeben, die Explosion - die auch auf einem Film auf der Internet-Plattform youtube nachvollzogen werden kann - ausgelöst zu haben. Allerdings seien in der von ihm gezündeten Rakete nicht jene Teile enthalten gewesen, die die Polizei anschließend auf dem Markt sichergestellt habe.

Die  Ermittlungen werden fortgesetzt, kündigte Carolin Radloff an. Ob der Vorfall ein Nachspiel vor Gericht haben wird, steht noch nicht fest. Diese Entscheidung obliege der Staatsanwaltschaft. Von den zahlreichen Schaulustigen, die in der Neujahrsnacht den Vorfall auf dem Markt verfolgten, war glücklicherweise niemand verletzt worden.