Erträge leider nur durchschnittlich:

Erntezeit bei Eckern & Eicheln

Endspurt im Wald beim Sammeln von Eicheln und Bucheckern für die Nachzucht gesunder Bäume. Bis Ende der Woche wird in in der Feldberger Seenlandschaft die Ernte bei den Roteichen und Rotbuchen eingebracht. Recht zufrieden sind die Experten allerdings nicht.

Forst-Azubis bringen mit großen Netzen die noch verunreinigte Bucheckern-Ernte ein.
             
Klaus-Jürgen Fischer Forst-Azubis bringen mit großen Netzen die noch verunreinigte Bucheckern-Ernte ein.  

Vier Forst-Azubis – vier Ecken eines zwölf mal zwölf Meter großen Netzes mitten im Wald an der Landstraße zwischen Feldberg und Möllenbeck. Rings um eine mit rot-weißem Flatterband gekennzeichnete Weißbuche sammeln sie alles ein, was in den zurückliegenden vier Wochen herunterfiel: Eicheln, Blätter, Äste. Das noch nasse Gemisch wird in eine „Oerrel“-Maschine direkt im Wald gegeben. Die trennt die wertvollen Früchte vom Rest. Rund 30 Kilo ist ein solches Rohpaket schwer, „nicht gerade viel“, bedauert Forstwirtschaftsmeister Bernhard Blaszejewitsch, der im Forstamt Lüttenhagen für die Ausbildung zuständig ist. „Wir kommen wohl insgesamt auf rund 200 Kilo, in guten Jahren wie 2009 haben wir 3,5 Tonnen eingebracht.“

Abgeschlossen ist die Ernte bereits bei den Roteichen. 2,3 Tonnen der kugelförmigen Eicheln lagern in einer Halle. „Sie müssen regelmäßig bewegt werden, damit sie nicht an Qualität verlieren“, erklärt Bernhard Blaszejewitsch. „Eine durchschnittliche Ernte.“ Vier Sammler aus Triepkendorf und Koldenhof haben sie von Hand zusammen getragen - im "Wettlauf" mit den Wildschweinen. Ein „Totalausfall“ ist gar bei Trauben- und Stieleichen zu beklagen. Dafür sei eine „Eichenfraßgesellschaft“ verantwortlich, wie Fachleute die verschiedenen Schädlinge nennen, die sich über die Blätter hermachen. Zwar erholten sich die Bäume durch den sogenannten Johannisneutrieb, aber Früchte würden nicht mehr angesetzt.

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