Es brodelt in Feldbergs Heizkraftwerk:

Fast alle Mitarbeiter gefeuert

Zehn von zwölf Mitarbeitern der Wärmefabrik wurde gekündigt. Ein Betreiberwechsel steht bevor. Der Betriebsrat wittert einen Winkelzug.

Obwohl fast alle Mitarbeiter des Feldberger Holzheizkraftwerkes ihre Kündigung erhalten haben, läuft der Betrieb weiter. Am Mittwoch wurden, wie jeden Tag, mehrere Lkw-Ladungen Holzhackschnitzel angeliefert.
Susanne Böhm Obwohl fast alle Mitarbeiter des Feldberger Holzheizkraftwerkes ihre Kündigung erhalten haben, läuft der Betrieb weiter. Am Mittwoch wurden, wie jeden Tag, mehrere Lkw-Ladungen Holzhackschnitzel angeliefert.

In Feldbergs Holzheizkraftwerk ist gewaltig Druck im Kessel. Zehn von zwölf Mitarbeitern haben zwischen Weihnachten und Neujahr ihre Kündigung erhalten. Es geht das Gerücht um, das Werk solle geschlossen werden. Der Betriebsrat hat die Gewerkschaft um Hilfe gebeten.

„Es gibt keine Pläne, das Kraftwerk still zu legen – im Gegenteil“, sagt Herbert Bauer auf Nordkurier-Nachfrage. Er ist Geschäfts­führer der Bioenergie Betriebs GmbH (BEB), die das Kraftwerk betreibt. Ein Investor wolle rund 2,5 Millionen Euro für „technische Umbauten“ in die Hand nehmen, um„das Werk zu optimieren“. Eigentümerin bleibe weiterhin die NMI New Energy Holz GmbH & Co.KG mit Sitz in Hamburg. Wechseln werde jedoch die Betreiberfirma. Die BEB werde im April aufgelöst. Wer das Werk dann weiter führt, stehe noch nicht fest.

Den gekündigten Mitarbeitern, das betont Herbert Bauer, werden aller Voraussicht nach vom neuen Betreiber neue Arbeitsverträge angeboten. Nähere Informationen wollte der Geschäftsführer mit Verweis auf laufende Gespräche und Verhandlungen noch nicht veröffentlichen.

Der Ein-Mann-Betriebsrat, der nicht genannt werden will, ist in Alarmbereitschaft, wittert „einen Winkelzug, Wiedereinstellungen für ­weniger Geld“. Darüber hinaus kritisiert der Arbeit­nehmervertreter die „rechtlich fragwürdige“ Vorgehensweise. „Der Betriebsrat wurde nicht einbezogen, die Mitarbeiter schlecht informiert, ob alle Kündigungsfristen eingehalten werden, ist unklar.“ Im übrigen sei das Kraftwerk schon jetzt personell unterbesetzt.

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