Keine Rettung mehr:

Experte: Eschen auf dem Markt müssen weg!

Ja, die Neustrelitzer Marktbäume sind krank. Sie sind auch nicht mehr zu heilen. Das sagt ein gelernter Gärtner, der sich jetzt zu Wort gemeldet hat. Die Stadt muss sich seiner Meinung nach etwas Neues für den zentralen Platz überlegen.

Im falschen Revier: Den Eschen kann es auf dem Markt gar nicht gut gehen. Der Marktplatz ist einfach zu steinern.
Anett Seidel Im falschen Revier: Den Eschen kann es auf dem Markt gar nicht gut gehen. Der Marktplatz ist einfach zu steinern.

Das Leiden wird kein Ende nehmen. Das sagt Eckhard Geier aus Granzin. Der gelernte Gärtner hat sich jetzt zu Wort gemeldet und stellt den Neustrelitzer Marktbäumen eine düstere Diagnose in Aussicht. Unheilbar krank. Was bisher kein Fachmann beantwortet hat, erklärt der Experte, der bereits vor der Pflanzung im Jahr 2004 seine Bedenken geäußert hatte.

„Ob schmal- oder breitblättrige Esche – der steinerne Marktplatz ist nicht der ideale Standort für Eschen“, bringt es Eckhard Geier auf den Punkt. In Auenwäldern und in feuchten Bachtälern sei die Esche eine häufige Baumart. Diese Bedingungen seien auf dem Markt keineswegs zu finden. Die Ursachen für die Schäden an den Stämmen, kann der Gärtner genau benennen. Die Rinde hätte man sofort nach dem Pflanzen schützen müssen. Nein, stattdessen seien die jungen Bäume mit ihrer „dünnen, sehr verletzlichen Haut“ ungeschützt geblieben. Eckhard Geier kann sich noch gut an die Bilder vom Osterfrühling 2005 oder anderen Festen auf dem Markt erinnern. „Da bleibt es nicht aus, dass die empfindlichen Stämme gestoßen und so ihre Rinde beschädigt wird“, sagt der Granziner. Das sei auch die Ursache für die hässlichen Wülste, denn diese Verletzungen heilen nicht. „Der Baum versucht, diese Wunde zu schließen, indem er Wundgewebe bildet.“

Das Dilemma um die Marktbäume zeigte sich gleich nach der Pflanzung. Ein Jahr, nach dem die Pläne für den neuen Markt umgesetzt worden waren, mussten die Gehölze bereits durch neue Bäume ersetzt werden. Doch das ist keine Lösung mehr, meint der Fachmann, der lange Zeit im Sindelfingener Gartenamt gearbeitet, Spielplätze gestaltet und unter anderem im Neustrelitzer Tiergarten seine gestalterischen Spuren hinterlassen hat. „Der Marktplatz muss umgestaltet werden“, sagt Eckhard Geier jetzt. Die Eschen auszutauschen, bringe gar nichts.

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