Das stinkt Hohenzieritzern gewaltig:

Fäkalienbrühe schwappt durch Eigenheime

Eine Rohrspülung im öffentlichen Netz ist in Hohenzieritz im wahrsten Sinn des Wortes nach hinten los gegangen. Anwohner sind über die Schweinerei sauer, zumal sie von der Aktion nicht informiert worden sind. Was sagen die Verantwortlichen?

Einen halben Meter hoch spritzte die braunschwarze Brühe aus dieser Spüle.
Bodo Schulze Einen halben Meter hoch spritzte die braunschwarze Brühe aus dieser Spüle.

Eine stinkende Überraschung haben mehrere Eigenheimbesitzer in Hohenzieritz hinnehmen müssen. Einige saßen gerade beim Mittagessen. Beim Druckspülen einer Abwasserleitung im Straßenkörper, über die die Grundstücke entsorgt werden, sind in den Häusern Toiletten und Duschen übergelaufen, schoss die Fäkalbrühe aus Spülen und in Keller. Stundenlanges Putzen und Lüften war angesagt, auch Versicherungen wurden bemüht. "Wir sind so richtig sauer, weil man uns nicht vorher informiert hat", so Michael Lampe. "Ich hätte zum Beispiel einen Außenschacht öffnen können." 

Erste wütende Reaktionen mussten Kollegen des Veolia Umweltservice Neubrandenburg vor Ort abfangen, die sich aber für die Benachrichtigung nicht zuständig fühlten. Die Arbeiten wurden im Auftrag der Stadtwerke Neubrandenburg durchgeführt. Dort bemühte man sich am Dienstagnachmittag um eine Klärung der unappetitlichen Angelegenheit. "Normalerweise setzen wir die Bürger in Kenntnis", so eine Sprecherin.   

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