Schlossberg-Gestaltung:

Fahnenmast-Projekt kommt ins Wanken

Das war denn doch nicht ganz geheuer: 80 Fahnenmasten auf dem Neustrelitzer Schlossberg verursachen Kosten, müssen instand gehalten werden und fordern den Brandschutz heraus. Jetzt gibt es offenbar ein Umdenken beim Land.

In einem ausgelobten Wettbewerb zur Neugestaltung des Neustrelitzer Schlossbergs hatte sich dieses Fahnen-Windspiel durchgesetzt.
Atelier LOIDL-Landschaftsarchitekten In einem ausgelobten Wettbewerb zur Neugestaltung des Neustrelitzer Schlossbergs hatte sich dieses Fahnen-Windspiel durchgesetzt.

Die Gestaltung des Schlossbergs in Neustrelitz könnte noch ein bisschen dauern. Beim Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) gibt es nämlich Bedenken, was die Umsetzbarkeit des Preisträgerentwurfs aus dem vom Land ausgelobten Wettbewerb zur Neuordnung des Schlossgrundstücks angeht. Der Siegerentwurf sieht vor, auf dem Schlossberg 80 mit Fahnen bestückte Masten von je 15 Metern Höhe aufzustellen.

Die Bedenken dazu konnten offenbar bislang nicht aus der Welt geräumt werden. Konkret geht es um die Lärmbelästigung während der Festspiele im Schlossgarten, um Investitionskosten allgemein, um Bewirtschaftungskosten und um das wichtige Thema Brandschutz. Hierzu liegen bislang weder technisch noch wirtschaftlich vertretbare Lösungen vor. Das steht in einem Informationspapier, das den Neustrelitzer Stadtvertretern vorliegt.

Das Land als Besitzer des Schlossbergs hat nun zwar keine Kehrtwende gemacht, aber es modifiziert seine Strategie. Bis zum Freitag vergangener Woche hatten die Wettbewerbs-Erstplatzierten – das waren der Sieger LOIDL-Landschaftsarchitekten Berlin sowie die Büros Webersinke, Landschaftsarchitekten aus Rostock und ST.raum aus Berlin – Gelegenheit, erneut Machbarkeitsstudien ihrer schon eingereichten Ideen vorzulegen. Wie BBL-Sprecher Christian Hoffmann dem Nordkurier sagte, haben die drei Büros die Möglichkeit, ihre Ideen zu verändern und dabei die Belange des Denkmalschutzes und Anregungen des Preisgerichts zu berücksichtigen.

Das Land hat auch die Obergrenze für die Baukosten reduziert. War bislang von einer Million Euro die Rede, werden nun noch 750 000 Euro angesetzt. Voraussichtlich Mitte Januar möchte sich das Land zum Ausgang der „Zusatz“-Runde für die Machbarkeitsstudie äußern, wie der Nordkurier von BBL-Pressesprecher Christian Hoffmann erfuhr. Der Siegerentwurf mit der Erlebnisarchitektur aus Masten und Fahnen hatte in Neustrelitz Kritik ausgelöst.

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