Trügerische Herbstsonne:

Fahrer zögern mit Reifenwechsel

Noch haben die wenigsten der 127 000 Pkw-Besitzer im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte die Winterreifen aufgezogen. Wenn beim ersten Frost alle gleichzeitig in die Werkstätten drängen, wird’s eng bei der Terminvergabe.

Säuberlich aufgereiht warten im Autohaus Schade in Neustrelitz Räder auf ihren Wechsel. Kfz-Mechaniker Marcel Holz rechnet spätestens nach dem ersten Frost mit einem Kundenansturm.
Susanne Böhm Säuberlich aufgereiht warten im Autohaus Schade in Neustrelitz Räder auf ihren Wechsel. Kfz-Mechaniker Marcel Holz rechnet spätestens nach dem ersten Frost mit einem Kundenansturm.

In den Autowerkstätten der Region sind die Winterreifen-Lager noch gut gefüllt. „Wir haben erst 20 Prozent der eingelagerten Reifensätze gewechselt“, sagt Kathrin Karsch vom Autohaus Woldegk. „Das ist ziemlich wenig dafür, dass der Oktober bald vorbei ist.“ Ähnlich ist es im Autohaus Schade in Neustrelitz. „15 von 150 Sätzen haben wir getauscht, das ist nicht viel“, so Kfz-Mechaniker Marcel Holz.

Dabei verwandeln gerade jetzt nasse Laubteppiche die Straßen in Rutschbahnen, und jederzeit kann der erste Nachtfrost hereinbrechen. Es wird Zeit, einen Termin zum Räderwechsel zu vereinbaren. Knapp 127 000 Pkw sind laut Kreissprecherin Annett Thurm im Landkreis Seenplatte zugelassen. Bei fast allen müssen Winterreifen aufgezogen werden. Wer sich zu spät um einen Termin kümmert, muss mit langen Wartezeiten rechnen.

Neben dem Reifenwechsel sollten Autofahrer aber auch an weitere Sicherheits-Checks denken. Viele Werkstätten bieten einen kostenlosen Lichttest sowie komplette Winter-Checks an. „Mängel tauchen dabei fast immer auf. Aber die Fahrer achten schon wesentlich besser auf die Sicherheit als noch vor ein paar Jahren“, sagt Jan Schleder vom Autohaus Böse in Neubrandenburg.

 

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