Aus dem Garten:

Falladas Bäume sehen wieder jung und knackig aus

Auf dem einstigen Anwesen des Schriftstellers in Carwitz ist die Streuobstwiese komplettiert worden. Der eine oder andere Baum gibt noch Rätsel auf.

Sieht rabiat aus, muss aber so: Obstbaum-Pfleger Christian Wolf stutzt den jungen Baum gleich zurecht.
Foto: Tobias Lemke Sieht rabiat aus, muss aber so: Obstbaum-Pfleger Christian Wolf stutzt den jungen Baum gleich zurecht.

Nummer 37 wartet noch auf seine Bestimmung. Hinter der Zahl steckt die vorläufige Bezeichnung für einen jungen Obstbaum, der in dieser Woche auf der Wiese am Hans-Fallada-Museum in Carwitz gepflanzt wurde. Der Schriftsteller hatte einst auf seinem Anwesen auf dem Bohnenwerder eine Streuobstwiese angelegt. Mittlerweile hat ein Großteil der Bäume das Lebensende erreicht beziehungsweise ist ein Teil schon verloren gegangen. Daher hatten Obstbaum-Spezialisten schon vor einigen Jahren junge Triebe, sogenannte Edelreiser, abgeschnitten. In der Baumschule sind daraus nun junge Bäume gewachsen. Da sich viele Obstsorten, etwa beim Apfel, nicht eins zu eins genetisch vermehren, müssen die Obstbäume veredelt werden, erklärte Fachmann Markus Ingold aus Wangelkow bei Anklam. Die Edelreiser werden dazu auf den Stamm eines anderen Apfelbaumes gepfropft und wachsen an. So konnten alte, von Hans Fallada gepflanzte Sorten wie der Boikenapfel, der Pommersche Krummstiel oder auch die Landberger Renette bewahrt werden.

Die originalgetreue Wiederherstellung der Streuobstwiese Hans Falladas wird unter anderem vom Optiker Fielmann unterstützt. Die Firma stiftete 18 Bäume. Zudem flossen Mittel aus dem europäischen Fördertopf „Leader“ zur Entwicklung des ländlichen Raums in das Projekt.

 

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