Kleingärtner brauchen starke Nerven:

Fanfarenzug muss vor WM lautstark üben

„Wir sind gut“, sagen die Fanfaren. Doch sie wollen mehr. Die Weltmeisterschaft im Blick wird intensiv geübt. Das ist für die Nachbarn nicht leicht zu ertragen. Doch die Musiker hoffen auf Verständnis.

Volle Konzentration ist gefragt.Die Neustrelitzer wollen ihre Chancen nutzen und müssen jetzt üben.
Olaf Teller Volle Konzentration ist gefragt.Die Neustrelitzer wollen ihre Chancen nutzen und müssen jetzt üben.

Das dürfte der Höhepunkt in der Geschichte des Neustrelitzer Fanfarenzugs sein. Knapp 30 Leute reisen im Juli mit Trommeln, Tom Tom und Fanfaren nach Kopenhagen und messen sich dort mit den Besten der Welt. Die Weltmeisterschaft der Fanfarenzüge steht in der dänischen Hauptstadt an und dafür haben sich die Neustrelitzer bereits 2014 bei der Fanfaronade in Brandenburg qualifiziert.

Wie die Chancen auf den Weltmeistertitel sind, können die Neustrelitzer nicht voraussagen. „Wir sind das erste Mal dabei. Wir wissen gar nicht, was da auf uns zukommt“, sagt Olaf Teller vom Fanfarenzug. „Wir sind aber gut“, fügt er hinzu. Um bei der WM die perfekte Show abliefern zu können, starten die Fanfaren jetzt ihr Training. Dabei hoffen sie auf das Verständnis der Neustrelitzer. Ab heute üben sie wieder auf dem Sportplatz in Alt-Strelitz. Drumherum befinden sich Gartenanlagen. Die Kleingärtner werden an den Übungen, die keineswegs leise abgehen, ihr Freude haben. „Wir bitten um Verständnis“, appelliert Olaf Teller. Er weiß, dass das gar nicht so einfach ist. Die Show muss einstudiert werden – immer wieder ertönt der gleiche Marsch. Immer wieder und immer wieder, bis alles perfekt sitzt.

Zuschauer sind willkommen

Bevor die Instrumente für den Weg nach Kopenhagen eingepackt werden, steht jedoch erneut die Teilnahme an der Fanfaronade auf dem Plan. Am 6. Juni findet diese in Straußberg statt. Bevor die WM in Kopenhagen über die Bühne geht, könnten sich die Neustrelitzer somit erneut für die WM 2016 qualifizieren. „Die ist dann aber in Asien“, weiß Olaf Teller. Jetzt haben die Neustrelitzer erst einmal Kopenhagen im Blick. „Das ist ja schon ein riesiger logistischer Aufwand für uns und kostet viel Geld.“ 2014 schaffte es der Fanfarenzug in der zweiten Division oder auch 2. Liga, beim Marsch- und Showwettbewerb jeweils aufs oberste Treppchen des Siegerpodestes zu steigen. „Durch die gute Punktzahl haben wir uns schließlich für die Weltmeisterschaft qualifiziert“, beschreibt Olaf Teller den Weg des Erfolges. Von heute an wird nun wöchentlich bei gutem Wetter ab 16.30 Uhr für zwei Stunden auf dem Platz geübt. Die gesamte Choreografie kann dort einstudiert werden. Auch an den Wochenenden werde man hin und wieder den Platz nutzen. „Wir brauchen das Gelände zum Üben“, so Olaf Teller. Die Strelitzhalle sei für den Marsch-Parcours zu klein. Wer beim Training dabei sein möchte, ist willkommen. Kreuz und quer spielen sich die Fanfaren über den Platz. 14 Minuten dauert die Show.

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