:

Forderung nach Anerkennung des Bürgerwillens

Das Bürgerbegehren für das Theater soll unzulässig sein. Jetzt ist von einem Armutszeugnis die Rede.

Mehrfach gab es in diesem Jahr Demonstrationen vor dem Theater in Neustrelitz für den Erhalt der Theater in Vorpommern und Neustrelitz.
Archiv/Bernd Wüstneck Mehrfach gab es in diesem Jahr Demonstrationen vor dem Theater in Neustrelitz für den Erhalt der Theater in Vorpommern und Neustrelitz.

Klare Ansage: Das Theaternetzwerk der Seenplatte hat dem Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund, dem Stadtpräsidenten Christoph Poland und der Stadtvertretung in einem offenen Brief „fadenscheinige juristische Winkelzüge“ vorgeworfen. Das Bürgerbegehren für den Erhalt eines eigenständigen Mehrspartentheaters in Neustrelitz und Neubrandenburg abwürgen zu wollen, sei ein Armutszeugnis ersten Ranges. Das Netzwerk reagiert damit auf eine Beschlussvorlage aus der Stadtverwaltung, mit der das Bürgerbegehren für unzulässig erklärt werden soll.

Die Netzwerker fordern in dem offenen Brief die Anerkennung des Bürgerwillens und den Einsatz für entsprechende Verhandlungen, mit dem Ziel, die „unsinnige Fusion mit den Theatern in Stralsund, Greifswald und Putbus“ zu stoppen. Die Beschlussvorlage der Verwaltung soll am 17. September in der Stadtvertretung behandelt werden.

Die Verwaltung bezieht sich in ihrer Argumentation darauf, dass bereits seit Mai ein Beschluss der Stadtvertretung vorliegt, der das gleiche Ziel verfolge, wie das Ende Juni gestartete Bürgerbegehren. Die Theaternetzwerker hingegen sind anderer Meinung und vermissen bislang das Engagement des Bürgermeisters für ein weiter eigenständiges Theater.

Die Verwaltung hatte dem Bürgerbgehren auch eine Absage erteilt, weil es keinen Kostendeckungsvorschlag enthält und sich nicht an Fristen gehalten hat.

Juristisch war das Begehren von Anfang an umstritten, weil es nur in Neustrelitz stattfand. Bei den anderen beiden Gesellschaftern der TOG, dem Landkreis und der Stadt Neubrandenburg, gab es keine solche Initiative.