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Frust bei der Feuerwehr: Rauchmelder werden ihnen zum Verhängnis

Die Brandbekämpfer aus Neustrelitz mussten in diesem Jahr schon häufiger zu Einsätzen ausrücken, die eigentlich keinen Löschwagen erfordern. Wirkliche Gegenmittel gibt es aber nicht.

Fünf Einsatzfahrzeuge rückten in der Neustrelitzer Seestraße an – und fanden einen Fehlalarm vor.
Andrea Dittmar Fünf Einsatzfahrzeuge rückten in der Neustrelitzer Seestraße an – und fanden einen Fehlalarm vor.

Mit einem Großaufgebot und lautem Tatütata rückte die Freiwillige Feuerwehr Neustrelitz am Montagmittag in der Neustrelitzer Seestraße an. In einem Wohnhaus war Feueralarm ausgelöst worden. Da die Männer die Haustür nicht ohne Gewalt hätten ­öffnen können, stiegen sie über ein angelehntes Fenster ein. Kurz nach dem Ein­treffen war den Feuerwehrleuten allerdings klar: Schon wieder hatte ein Rauchmelder einen Fehlalarm ausgelöst.

„Seit die Rauchmelderpflicht besteht, passiert das häufiger“, sagt Jörg Westphal von der Neustrelitzer Wehr. Die Anzahl der Fehlalarme sei sprunghaft angestiegen, das liege vor allem an der Konstruktion der Melder. „Bei einem Rauchmelder nimmt das Gerät Partikel in der Luft wahr, und das kann auch mal ein Insekt sein. Dann wird der Alarm ausgelöst“, erklärt Westphal. Ausrücken muss die Feuerwehr aber immer.

Bereits zwölf Mal mussten die Neustrelitzer Kameraden in diesem Jahr zu Einsätzen ausrücken, bei denen letztlich der Rauchmelder falschen Alarm ausgelöst hatte.

Kommentare (1)

Leider steht in dem Bericht nicht in wie vielen Fällen es sich um billige Asienprodukte aus dem Baumarkt oder vom Discounter gehandelt hat. Außerdem wäre interessant ob die Melder von einer Fachkraft installiert wurden.