Mirow will Brücke bauen:

Führen bald zwei Wege auf die Schlossinsel?

Über den Mirower Wallgraben soll eine Brücke gebaut werden. Das haben die Stadtvertreter beschlossen. Wie das Bauwerk aussehen soll, ist noch unklar. Für die Stadt selbst soll der Brückenschlag aber nicht allzu teuer werden.

Der Wallgraben in Mirow: Links ist Festland, rechts die Schlossinsel. Bald könnte eine Brücke beide Landstücken miteinander verbinden.
Susanne Böhm Der Wallgraben in Mirow: Links ist Festland, rechts die Schlossinsel. Bald könnte eine Brücke beide Landstücken miteinander verbinden.

Über den Wallgraben, der das Mirower Festland von der Schlossinsel trennt, können Einwohner und Gäste bislang nur schauen, bestenfalls schwimmen. Vielleicht aber können sie bald schon über das Gewässer laufen. Denn nach dem Willen der Stadtvertretung soll in der Nähe des Wasserwanderrastplatzes eine Fußgängerbrücke gebaut werden. Sieben Kommunalpolitiker stimmten bei ihrer jüngsten Sitzung für das Vorhaben, fünf dagegen.

„Uns wurde die Chance auf eine 90-prozentige Förderung in Aussicht gestellt“, hatte Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) vor der Abstimmung bekannt gegeben. Die Fördermittel müssten schnell beantragt werden. Bis der Bau tatsächlich in Angriff genommen werden kann, werde hingegen noch viel Wasser den Wallgraben hinunter fließen. „Wenn wir jetzt beantragen, können wir davon ausgehen, dass in zwei bis vier Jahren gebaut wird.“

Baukosten auf 50 000 Euro geschätzt

Pläne, wie die Brücke aussehen soll, wie hoch, wie lang oder wie breit sie wird, aus welchem Material sie besteht und was sie kostet, gibt es laut Ordnungsamtsleiterin Petra Mewes noch nicht. „Wir haben nur ein paar alte Skizzen, wie sie vielleicht aussehen könnte.“ Karlo Schmettau schätzt, dass die Baukosten bei rund 50 000 Euro liegen könnten, wobei die Stadt nur 5000 Euro aus Eigenmitteln aufbringen müsste. Bevor die Stadt jedoch Fördermittel beantragen kann, braucht sie konkrete Planungen und Kostenschätzungen.

Zur Ideenfindung wird das Thema jetzt erneut in den Ausschüssen beraten, geht dann wieder durch die Stadtvertretung, und sofern alle Gremien einverstanden sind, wird dann die Planung in Auftrag gegeben, erklärte Petra Mewes.

Bislang führt der einzige Weg auf die Schlossinsel über die Brücke am Torhaus. Sinn und Zweck der zweiten Brücke ist unter anderem auch, einen Rundweg zu schaffen, der Wasserwanderrastplatz, die Alte Schlossbrauerei, das 3 Königinnen Palais und das Schloss miteinander verbindet. Die Initiative ging von Beginn an von örtlichen Tourismusbetrieben aus.

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