Baustelle im Vorgarten:

Für die neue Schleusenbrücke gibt Familie Roß ihren Garten her

Ein Mirower Ehepaar hat sich nicht lange gesperrt, die Baustellenumfahrung auf seinem Grundstück zu gestatten. Die Geschehnisse an der Wasserstraße nebenan haben die Anwohner schon immer interessiert.

Asphalt statt Astern - so wird sich noch eine ganze Weile der Vorgarten von Bernd und Rosemarie Roß präsentieren. Über ihr Grundstück läuft die Baustellen-Umgehung an Mirows Schleusenbrücke.
Tobias Lemke Asphalt statt Astern - so wird sich noch eine ganze Weile der Vorgarten von Bernd und Rosemarie Roß präsentieren. Über ihr Grundstück läuft die Baustellen-Umgehung an Mirows Schleusenbrücke.

Mehrere hundert Fahrzeuge rollen derzeit Tag für Tag durch den Vorgarten von Familie Roß in Mirow. Denn hier verläuft - natürlich mit Zustimmung der Familie - die Baustellenumfahrung für den Neubau der Schleusenbrücke. Noch bis zum Ende des nächsten Jahres  dann sollen Abriss und Neubau vollbracht sein - muss das Ehepaar aushalten.

„Was sollen wir lange Ärger machen“, begründet Bernd Roß, dass beide sich nicht weiter sperrten, als die Bauplaner vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) bei ihnen am Küchentisch saßen und fragten. „Keine Ahnung, ob die einen Plan B gehabt hätten“, sagt der 52-Jährige. Und nun verfolgen Bernd und Rosemarie Roß lieber mit Interesse den Ablauf der Bauarbeiten vor ihrer Haustür.

Die tiefen Bohrungen in nur wenigen Metern ­Entfernung seien schon deutlich zu spüren gewesen, bekennen Bernd und Rosemarie Roß. Dennoch laufe alles in allem die Bauerei ganz gut ab. Es sei ja nicht so, dass das Geschirr im Wohnzimmerschrank klirrt, wenn ein Laster vorbeikommt. Zudem habe das WSA schalldämmende Fensterrollos spendiert. Und zum Abschluss aller Arbeiten hat das Amt natürlich einen neuen Vorgarten samt Pflasterung, Zaun und Rasen versprochen.

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