Rettung in höchster Not:

Fürs Knirpsenland gibt's doch noch Geld

Der Gammel hat die vor zwei Jahren eröffnete Kita voll im Griff. Da hat das Wasser im Dachgebälk ganze Arbeit geleistet. Fast eine Million Euro werden benötigt, um den Schaden zu beheben. Jetzt scheint ein Geldgeber gefunden zu sein.

Das passiert, wenn sich Wasser im Dachgebälk breitmachen kann. Der gesamte Dachstuhl der erst vor zwei Jahren neu eröffneten Kita ist völlig verrottet. 
Marlies Steffen Das passiert, wenn sich Wasser im Dachgebälk breitmachen kann. Der gesamte Dachstuhl der erst vor zwei Jahren neu eröffneten Kita ist völlig verrottet. 

Das ist ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk fürs Neustrelitzer Reha-Zentrum und seine nach Baupfusch notgedrungen stillgelegte Kindertagesstätte "Knirpsenland". Die Finanzierung für die Komplett-Reparatur des zerstörten Dachstuhls steht. Das Land springt in die Bresche. In zwei Jahresscheiben sollen 2016 und 2017 aus dem Landeshaushalt jeweils 200 000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Der Finanzausschuss des Landtags hat dem am Donnerstagnachmittag im Rahmen seiner Haushaltsdebatte zugestimmt. Das letzte Wort dazu hat der Landtag, dessen Zustimmung hält der Landtagsabgeordnete Vincent Kokert (CDU) allerdings  für eine Formsache.

Kokert ist es auch, der sich für diese ungewöhnliche Hilfsmaßnahme für die Kita mächtig ins Zeug gelegt hat. Er bat bei Finanzministerin Heidrun Polzin (SPD) um gutes Wetter und ermöglichte kurzfristig die Aufnahme der zweimal 200 000 Euro in die Haushaltsplanung des Landes. "Eine andere Möglichkeit hat es nicht gegeben, wir haben alle Fördertöpfe genau durchforstet", sagte Kokert am Donnerstag  in der gesperrten Kita. Dort wird das teils schon einsturzgefährdete Dach mittlerweile von einem Gerüst gesichert. Im Dachstuhl ist die fortgeschrittene Verrottung des Gebälks deutlich zu sehen. "Hier sieht es schlimmer aus als im alten Neustrelitzer Krankenhaus, das 1860 errichtet wurde", konstatierte Bürgermeister Andreas Grund, der ebenfalls in die Kindertagesstätte gekommen war. Das Stadtoberhaupt signalisierte zudem Bereitschaft sich an dem Finanzierungspaket für die Sanierung der Kindertagesstätte zu beteiligen. 50 000 Euro sind vorgesehen. Hierüber entscheidet die Stadtvertretung am 17. Dezember.

 

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