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Gartenfeuer dürfen weiter lodern

Da kam durchaus Hoffnung auf, ab dem Herbst keine stinkenden Qualmwolken mehr über der Residenzstadt aushalten zu müssen. Das Verbrennen von Pflanzenabfällen sollte verboten werden. Doch der Neustrelitzer Bürgermeister meldet rechtliche Bedenken an.

Gartenfeuer sind nach Landesrecht im März und Oktober zu bestimmten Zeiten erlaubt. Da kann die Stadt Neustrelitz nicht so einfach ein Verbot erlassen.
Tobias Lemke Gartenfeuer sind nach Landesrecht im März und Oktober zu bestimmten Zeiten erlaubt. Da kann die Stadt Neustrelitz nicht so einfach ein Verbot erlassen.

Nun wird es wohl doch nichts mit dem in Neustrelitz ins Gespräch gebrachten Verbrennungsverbot für pflanzliche Abfälle, die nicht kompostierbar sind. Bürgermeister Grund sieht derzeit keine rechtliche Handhabe für die Durchsetzung eines Verbrennungsverbots, wie er auch die Stadtvertreter wissen ließ. Aus eben jenen Reihen war der jüngste Vorstoß gekommen, das vielerorts als lästig empfundene und hinsichtlich der Umweltbelastung auch nicht unbedenkliche Verbrennen im Frühjahr und im Herbst abzuschaffen.

Zur Erinnerung: Im März und Oktober dürfen Grundstücksbesitzer zu festgelegten Zeiten ihre pflanzlichen Abfälle, die nicht auf den Komposthaufen passen, verbrennen. Allerdings dürfen Nachbarn nicht belästigt werden. Erst im März hatte ein Grundstücksbesitzer aus der Parkstraße zuerst für einen Polizeieinsatz und beinahe auch noch einen Feuerwehreinsatz gesorgt, weil er auf einem Haufen alles Mögliche an brennbaren Materialien abgefackelt hatte. Dies auch noch an einem Sonntag.

Zuerst müsste indessen die Pflanzenabfallverordnung des Landes geändert werden, dann könnte auch der Kreis anders handeln, sagt Landkreissprecherin Haidrun Pergande. Vorerst aber könne im größten Landkreis der Bundesrepublik Deutschland auch weiter im März und Oktober ein Feuer angemacht werden, wenn Gartenbesitzer Pflanzenabfälle verbrennen möchten. Einzige Ausnahme bildet die Stadt Neubrandenburg, die schon vor der Kreisgebietsreform ein Verbrennungsverbot durchgesetzt hatte. Der Landkreis bietet dort auch eine Biotonne an, dazu gibt es durch die Stadt einen kostenlosen Schredder-Service. In Neustrelitz, wie auch im gesamten übrigen Landkreis, gebe es indessen keine Biotonne und keinen Schredder-Service.