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Gas-Trasse geht bei Kanalarbeiten zu Bruch

In Strasen ist beim Setzen von Spundwänden an der Schleuse unter dem Kanal eine Leitung beschädigt worden. Am Montag sollen die Reparaturarbeiten beginnen. Ein  Dorfbewohner macht sich dennoch Sorgen.

Unweit der Strasener Schleuse wird das Ufer saniert. Dabei ist die Gasleitung beschädigt worden. Sehr zum Ärger von Hausbesitzern, die jetzt ihre Wohnungen mit einem Provisorium heizen müssen.
Birger Schütz Unweit der Strasener Schleuse wird das Ufer saniert. Dabei ist die Gasleitung beschädigt worden. Sehr zum Ärger von Hausbesitzern, die jetzt ihre Wohnungen mit einem Provisorium heizen müssen.

In Strasen ist die Gasversorgung unterbrochen. Und das schon seit über einer Woche. Bekannt geworden ist der Vorfall aber erst jetzt. Nordkurier-Leser Peter Warzecha hat sich in der Redaktion gemeldet. Der zuständiger Energieversorger E.DIS hatte zwar Alternativen zum Heizen und für die Warmwasseraufbereitung angeboten. Warzecha hat sich auch selbst  Heizstrahler in einem Baumarkt gekauft, wie er dem Nordkurier sagte. Indessen war der Strasener in großer Sorge, dass er mit dem Provisorium nun über eine sehr lange Zeit leben muss. Er habe etwas von einer Reparaturzeit von sechs bis acht Wochen gehört.

Das dementiert  E.DIS-Pressesprecher Michael Elsholtz aber. Und Elsholtz macht deutlich: Am Montag sollen die nicht ganz unkomplizierten Reparaturarbeiten beginnen. Von dem Leck in der Leitung sind Nordkurier-Informationen zufolge 22 Haushalte betroffen. Nicht alle Häuser sind offenbar derzeit bewohnt, es handelt sich auch um Ferienwohnungen.

Voraussichtlich Ende kommender Woche soll der Schaden dann behoben sein. Michael Elsholtz betont, dass die Reparatur keine einfache Angelegenheit ist. Der Schaden an der Leitung sei unterhalb des Kanals zwischen dem Großen Pälitzsee und dem Ellbogensee entstanden. Mit einer herkömmlichen Reparatur sei das Loch nicht zu flicken. Es müsse eine komplett neue Leitung unter dem Wasser gebohrt werden. Dazu muss ein sogenannter Düker mit einer entsprechenden Horizontalbohrung errichtet werden. Aufgrund des hohen technischen Aufwandes werde die Reparatur mehrere Tage in Anspruch nehmen, verdeutlichte Michael Elsholtz. Geht alles gut, könnten Ende nächster Woche alle 22 Hausanschlüsse wieder in Betrieb genommen werden, so die Absicht bei dem Energieversorger.

Heizlüfter wurden zur Verfügung gestellt

Damit in Strasen niemand in einer kalten Wohnung sitzen muss, hat die E.DIS AG in Zusammenarbeit mit einem Neustrelitzer Installationsunternehmen kostenlos Heizlüfter für die betroffenen Haushalte bereitgestellt. Zudem wurde eine temporäre Umstellung auf Flüssiggas angeboten. Außerdem sei bei entsprechenden technischen Voraussetzungen auch angeboten worden,  für warmes Wasser vorübergehend mit Hilfe der Stromleitung zu sorgen.

Wie Michael Elsholtz sagte, sei die Gasleitung offenbar durch eine Unachtsamkeit beschädigt worden. Nordkurier-Informationen zufolge hatten Arbeiter unweit der Strasener Schleuse Spundwände in einen Kanal gesetzt. Offenbar sei dann die darunter befindliche Leitung bei diesen Arbeiten nicht berücksichtigt worden.