Geburtstag im Nationalpark vergällt:

Ranger greift zu hart durch

Der Ausflug mit einer Kindergruppe fand ein jähes Ende. Nicht nur bei den Betroffenen hinterließ diese Begebenheit einen schlechten Nachgeschmack.

Während geführte Wanderungen für mehr als zehn Personen anzumelden sind, können private Ausflüge im Nationalpark unangemeldet vonstatten gehen.
Ute Köpke Während geführte Wanderungen für mehr als zehn Personen anzumelden sind, können private Ausflüge im Nationalpark unangemeldet vonstatten gehen.

Das hätte ein schöner Geburtstagsausflug werden sollen:Mit Schnitzeljagd und Picknick am See wollte eine Neustrelitzer Familie ihrem Kind im Müritz-Nationalpark einen unvergesslichen Tag bereiten. Doch der Nachmittag fand ein jähes Ende, als ein Ranger aus dem Wald trat und die Feiernden zur Rede stellte: Sie hätten den Ausflug mit neun Kindern und zwei Erwachsenen anmelden müssen.

Erschrocken ist die Familie vor allem über das Auftreten des Mannes, der den Gästen außerdem die Auskunft schuldig blieb, wann und wie sie was hätten unternehmen müssen. Auch auf den Internetseiten des Nationalparkamtes ist eine Auskunft über die Anmeldepflicht bei privaten Ausflügen nicht zu finden.

„In diesem Fall ist der Ranger leider etwas übers Ziel hinausgeschossen", räumt Sachbearbeiter Martin Kaiser ein. "Natürlich müssen Jugendgruppen für organisierte Veranstaltungen sich anmelden. Bei privaten Ausflügen ist das nicht notwendig - wobei die Verhaltensregeln im Nationalpark natürlich generell gelten.“ Kaiser hätte es im Sinne des Amtes als besser angesehen, wenn der Ranger die Chance ergriffen hätte, die Kinder für das richtige Verhalten zu sensibilisieren. „Er hätte dem Kind ja auch seinen Hut aufsetzen und ihm zum Geburtstag gratulieren können“, so Kaisers Tipp.

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