Alte Pappeln müssen weg:

Gefahr am Altersheim wird gebannt

Elf große Bäume werden derzeit in Mirow gefällt. Die Gehölze sind morsch. Wer ihnen zu nah kam, lebte gefährlich.

Die Äste von elf Pappeln in Mirow wandern derzeit Stück für Stück in den Schredder. Die Stämme fallen dann in den kommenden Tagen der Säge zum Opfer.
Susanne Böhm Die Äste von elf Pappeln in Mirow wandern derzeit Stück für Stück in den Schredder. Die Stämme fallen dann in den kommenden Tagen der Säge zum Opfer.

In der Clara-Zetkin-Straße in Mirow jaulen in diesen Tagen die Motorsägen. Elf große Pappeln gegenüber dem Alten- und Pflegeheim werden gefällt. Die alten Bäume müssen weg, weil sie jedem, der sich in ihrer Nähe aufhält, gefährlich werden können. Neben den Senioren nutzen viele Schulkinder und Spaziergänger den Bürgersteig unter der Baumreihe. „Dort besteht enorme Bruchgefahr“, sagt Hans-Georg Rausch, Sachbearbeiter für Sicherheit und Ordnung im Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte.

Es handele sich um die Hybridsorte Kanadische Pappel, eine Kreuzung der Europäischen und der Kanadischen Schwarzpappel. Beliebt wegen ihres raschen Wachstums und ihrer Holzeigenschaften, breitete sich die Kanadische Pappel rasant aus und verdrängte die heimische Schwarzpappel. „Bis in die 70er-Jahre wurden diese Pappeln gezielt zur Holzproduktion gepflanzt“, erklärt Hans-Georg Rausch.

Was damals nicht bedacht wurde: Die Bäume wachsen zwar schnell und gleichmäßig, haben aber nur eine relativ kurze Lebensdauer. Darum werden solche Pappeln laut Hans-Georg Rausch in Mirow und Umgebung schon seit einigen Jahren systematisch ausgemerzt und durch Bäume mit längerer Lebensdauer ersetzt.

Eilentscheidung wegen des Wetters

Auch die Pappeln am Altersheim haben ihre besten Jahre längst hinter sich. Jetzt sind sie morsch. „Da sind schon ständig Äste abgefallen.“ Jeder Sturm könnte die Bäume kippen lassen. In Anbetracht der unruhigen Wetterlage traf Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau jetzt eine Eilentscheidung, die Bäume umgehend fällen zu lassen.

In der vergangenen Woche wurden die Kronen von oben her Stück für Stück abgetragen. Ein Ast nach dem anderen wanderte in den Schredder. Am Freitag standen nur noch Stämme mit wenigen dicken Ästen. Diese werden in der kommenden Woche gefällt.

Ob an der Stelle neue Bäume gepflanzt werden, steht noch nicht fest. „Dort wachsen bereits junge Bäume nach, die bisher aber von den Pappeln unterdrückt wurden“, so Hans-Georg Rausch. „Wir wollen zunächst beobachten, wie sich die Bäume entwickeln.“

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