Polizei geht weiter von Brandstiftung aus:

Gefahr vom Brandhaus - Bauzaun bleibt

Feldbergern blutet beim Anblick der alten Post das Herz. Nicht nur, dass das markante Gebäude mitten im Ort seit Jahren leer steht und verfällt, nach Neujahr brach im Dachstuhl auch noch ein Feuer aus. Wie steht es nach dem Brand nun um das Haus?  

An den Anblick von Bauzaun und Warnbaken rund um die Zahl‘sche Villa müssen sich die Feldberger und ihre Gäste wohl gewöhnen. Aus Sicherheitsgründen muss die Absperrung stehen bleiben.  Foto: Tobias Lemke
Foto: Tobias Lemke An den Anblick von Bauzaun und Warnbaken rund um die Zahl‘sche Villa müssen sich die Feldberger und ihre Gäste wohl gewöhnen. Aus Sicherheitsgründen muss die Absperrung stehen bleiben.  Foto: Tobias Lemke

Kommt nach dem Brand jetzt Bewegung in den Fall „Zahl‘sche Villa“? Nach dem Feuer im Dachstuhl des alten Hauses in Feldberg hat sich der Zustand der Villa nun noch mal deutlich verschlechtert. Seither klafft ein riesiges Loch im Dach und dringt ungehindert Regen ins Gebäude ein. Die Lage um das ohnehin stark sanierungsbedürftige Haus, das früher mal die Post beherbergte, dürfte sich damit täglich weiter verschlechtern. Ein Zeichen dafür ist auch, dass der Bauzaun weiterhin stehen bleibt. 

„Der Landkreis hat uns aus Sicherheitsgründen darum gebeten“, erklärt Feldbergs Bau- und Ordnungsamtsleiter Reiner Stöhring. Die Absperrung war nach den Löscharbeiten am Sonntag nach Neujahr als Sofortsicherung aufgestellt worden, weil gefrorenes Löschwasser den Gehweg in der Bahnhofstraße in eine große Eisfläche verwandelt hatte. Inzwischen ist das Eis zwar verschwunden, nicht aber Gefahren, die vom Haus ausgehen.

Gefährdung durch Sturm

So drohen etwa bei Wind und Sturm Dachziegel von oben herunter zu stürzen. Der Bauzaun müsse so lange stehen bleiben, bis eine Gefährdung ausgeschlossen werden kann, erklärt Haidrun Pergande, Pressesprecherin beim Landkreis. Erst wenn das Haus von der Polizei freigegeben wird, könne die Bauaufsicht und die untere Denkmalschutzbehörde einen Blick ins Gebäude werfen. In Abstimmung mit dem Eigentümern sollen dann notwendige Sicherungsmaßnahmen festgelegt werden.

Die Polizei geht in dem Fall weiterhin von einer Brandstiftung aus. Der abschließende Bericht liege noch nicht vor, solle aber in kommenden Tagen fertig werden, erklärte eine Sprecherin von der Polizeiinspektion aus Neubrandenburg. Erst in der vorigen Woche habe der Brandursachenermittler in der Villa seine Arbeit abgeschlossen. Grund für die Verzögerung war der Frost während und nach der Brandnacht vom 3. Januar. Spuren konnten somit erst später gesichert werden.

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