Fische und Kraut müssen raus:

Geld aus Schwerin macht den Zierker See schön

Die Tage der Silber- und Marmorkarpfen im Zierker See in Neustrelitz sind gezählt. Mit einem Fördermittelbescheid hat Landwirtschaftsminister Till Backhaus jetzt ihr Todesurteil mitgebracht. Aber für den See ist das wohl die Rettung

Die Seenlandschaft, wie sie im Buche steht. Doch der Zierker See krankt. Jetzt gab es Geld, um seine Heilung zu beschleunigen.
Anett Seidel Die Seenlandschaft, wie sie im Buche steht. Doch der Zierker See krankt. Jetzt gab es Geld, um seine Heilung zu beschleunigen.

Dem Zierker See kann es bald besser gehen. SPD-Landwirtschaftsminister Till Backhaus war jetzt in Neustrelitz und hat eine Menge Geld im Gepäck gehabt. Rund 130 000 Euro übergab er dem Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund und hat damit gleichzeitig den Startschuss für drei weitere Maßnahmen der Seesanierung gegeben.

Mit dem Geschenk werden Kosten beglichen, die dabei anfallen, wenn die großen Pflanzen aus dem See geholt werden. Die Wasserpflanzen sollen eine Zeit lang entnommen werden, bis sich niedrig wachsende Arten durchgesetzt haben.

In absehbarer Zeit wird der See quasi auf drei mal ein Hektar großen Flächen gemäht.  Gleichzeitig wird die sogenannte Phosphatfällung in den beiden Hauptzuläufen fortgesetzt. „Das ist eine gute Maßnahme, die sich ausgezahlt hat“, betonte Karsten Rohde, Dezernent für Bau und Stadtentwicklung im Rathaus. Die dritte Maßnahme bedeutet das Todesurteil für die Silber- und Marmorkarpfen in dem Problemgewässer. Der Fischer, so weiß Bürgermeister Andreas Grund, hat schon die Netze bestellt. Nun sollen die Karpfen, die Friedfische sind, aus dem See, weil sie den Wasserkreislauf kaputtmachen. Die Raubfische indes stellen einen Nutzen dar und müssen in dem Gewässer bleiben. Mit dem Fischer soll eine Lösung gefunden werden, um diese Maßnahmen umzusetzen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung