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Geldbaum-Besitzer muss wegen Hausbrand vor Gericht

Ein Jahr ist es her, dass in Mirow 200 000 Euro aus einem Baum fielen und ein Wohnhaus abbrannte. Ein Mann steht mit dem Geld und auch dem Haus in Verbindung. Er wurde jetzt wegen des Verdachts auf Brandstiftung angeklagt.

Wenige Tage nach dem Geldregen brannte ein Eigenheim aus. Der Besitzer der Brandruine wurde jetzt wegen des Verdachts auf Brandstiftung angeklagt.
Susanne Böhm/Archiv Wenige Tage nach dem Geldregen brannte ein Eigenheim aus. Der Besitzer der Brandruine wurde jetzt wegen des Verdachts auf Brandstiftung angeklagt.

Hat er sein eigenes Haus angezündet? Ein Jahr, nachdem in Mirow Geldscheine aus einem Baum segelten und ein Einfamilienhaus abbrannte, steht der Besitzer des Hauses wegen des Verdachtes der Brandstiftung vor Gericht. Die öffentliche Hauptverhandlung ist am 17. August um 13.15 Uhr im Amtsgericht Waren, teilte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler am Dienstag mit.

Urlauber hatten im Juli 2015 auf einem Campingplatz am Mirower See massenhaft 50-Euro-Scheine entdeckt, die aus einem Baum segelten. In einem Versteck in der Baumkrone wurden später weitere Scheine gefunden. Insgesamt waren es 200 000 Euro. Der Betreiber des Campingplatzes gab sich gegenüber der Polizei als Besitzer des Geldes aus, konnte das inzwischen auch beweisen und hat das Geld wieder. Eine Woche nach dem ominösen Geldregen brannte in Mirow ein Einfamilienhaus aus - es handelte sich um das Haus des Zeltplatzbetreibers.

Nach den Vorfällen kochte die Gerüchteküche in der Kleinstadt. Viele Einheimische vermuteten einen Zusammenhang zwischen den Geschehnissen. Der Mann habe das Geld vor seiner Ehefrau in Sicherheit bringen wollen, das abgebrannte Haus sei der traurige Höhepunkt des Rosenkrieges, wurde in der Stadt gemunkelt.