:

Gemeinde will Brücke zur Herzinsel loswerden

Das Eiland im Brückentiner See wurde teuer verkauft. Die Gemeinde würde am liebsten auch die Brücke dorthin anbieten, denn sie muss für die Instandsetzung tief in die Tasche greifen.

Die Holzplanken-Brücke hinüber zur Herzinsel ist ein Hingucker, hat aber auch ihnen Preis. Jährlich muss die Gemeinde 10.000 Euro für ihre Instandsetzung zahlen.
Heike Sommer Die Holzplanken-Brücke hinüber zur Herzinsel ist ein Hingucker, hat aber auch ihnen Preis. Jährlich muss die Gemeinde 10.000 Euro für ihre Instandsetzung zahlen.

Wenn auch die Erleichterung in der Gemeinde Wokuhl-Dabelow groß ist, dass die Herzinsel im Brückentiner See nach dem Verkauf weiterhin öffentlich zugänglich bleibt, so macht man sich dennoch Gedanken, welche finanziellen Auswirkungen der Besitzerwechsel für die Gemeinde hat. Denn: Die Insel ist Privatbesitz, für die Brücke zur Insel muss die Gemeinde aufkommen. „Die Unterhaltung kommt uns jährlich an die 10 000 Euro zu stehen“, macht Bürgermeister Manfred Marczok deutlich.

Er hätte sich gewünscht, dass die Insel samt Brücke zum Verkauf angeboten worden wäre. „Der Vorbesitzer hat jährlich einen Teil der Kosten übernommen. Wie das mit dem neuen Eigentümer wird, ist noch fraglich“, sagt Marczok. Bisher hat die Gemeinde noch keinen Kontakt zum neuen Besitzer. Dieser hatte das Eiland im Juli für 1,7 Millionen Euro ersteigert.

Beschluss der Gemeinde fehlte

Nach Begleichung der Verkaufssumme hatte er Kontakt zum Vorbesitzer Walter Kummerow aufgenommen. Das wünschte sich auch Bürgermeister Manfred Marczok. „Als wir von der Zwangsversteigerung erfuhren, haben wir uns gleich mit unserer Amtsverwaltung in Verbindung gesetzt. Die sollte prüfen, ob nicht auch die Brücke mit verkauft werden könnte. Aber das war zu kurzfristig“, sagt Marczok. Amtsleiter Arnold Krüger macht deutlich, dass die Gemeinde zunächst einmal einen Beschluss fassen müsse, dass sie die Brücke verkaufen wolle. Danach erst könnten alle weiteren Schritte eingeleitet werden. Dazu zählen Gutachten und Wertermittlung. „Und so eine Beschlussvorlage liegt nicht vor“, sagt Krüger.

Der Nordkurier berichtete mehrmals über den Verkauf der Herzinsel, unter anderem hier: