Kunstwerke unter Bäumen:

Geschenk aus Fernost macht aus dem Wald was Besonderes

Die ersten Plastiken sind da, Wege wurden angelegt, das Gelände modelliert, ein Eröffnungstermin steht auch schon fest: Wesenbergs Skulpturenpark startet in seine erste Saison.

Zwischen den schlichten Baracken wirkt das Hochglanzwerk von Fré Illgen wie ein Wesen von einem anderen Stern.
Susanne Böhm Zwischen den schlichten Baracken wirkt das Hochglanzwerk von Fré Illgen wie ein Wesen von einem anderen Stern.

Abstrakte Kunst mitten im Wald – die Vision von Wesenbergs Skulpturenpark wird Wirklichkeit. Kieswege wurden schon angelegt, Erdhügel modelliert, ein Eröffnungstermin steht und die ersten Skulpturen sind eingetroffen. Eine Metallskulptur des in Berlin lebenden Niederländers Fré Illgen steht auf dem Gelände des ehemaligen Kinderheims – groß wie ein Kleintransporter, aus Hunderten Einzelteilen zusammengeschweißt. Zwischen den schlichten Baracken wirkt das hochglänzende Objekt wie ein Wesen von einem anderen Stern. Vergleichsweise unscheinbar kommt die Stahlskulptur des Japaners Takayuki Daikoku daher. Dunkelgrün, mit rechten Winkeln und schnurgeraden Linien, verschmilzt sie mit dem Grün des Waldes. Das Objekt ist noch nicht ganz fertig. Bis zur Eröffnungsfeier wird es noch vervollkommnet.

Jetzt werden nach und nach weitere Kunstwerke geliefert. Bis Ende Juni sollen 60 bis 80 Skulpturen im Wald und in den Gebäuden verteilt werden.

Holger Stephan, Mitglied der Peter Wilmot Thompson-Stiftung, die den Kunstpark betreibt, organisiert den Aufbau. Die aus Berlin stammende Keramikerin Cornelia Nagel hilft ihm. Kunstmäzen David Ng aus Hongkong und Großbritannien, der das Areal gekauft und die Gebäude teilweise sanieren ließ, ist selten anzutreffen. Der Kosmopolit ist mal in London, mal in Hongkong, dann wieder in Melbourne oder Berlin. Die Immobilie hat er der eigens gegründeten Stiftung übertragen. Bei der Eröffnung wird er dabei sein. Es sind zwei Feiern geplant. Eine am 25. Juni für geladene Gäste, eine am 26. Juni für die Öffentlichkeit.