:

Gibt es doch noch Hoffnung für die Kleinseenbahn?

Der vom Land beauftragte Gutachter gibt dem Zug, der zwischen Neustrelitz und Mirow pendelt, durchaus eine Zukunft. Er findet jedoch auch, dass noch viel zu tun ist.

Zur Kleinseenbahn liegt jetzt ein Zwischengutachten vor.
Matthias Schütt Zur Kleinseenbahn liegt jetzt ein Zwischengutachten vor.

Für die Mecklenburgische Kleinseenbahn stehen die Signale auf Weiterfahrt. Zwar ist die letzte Weiche noch nicht gestellt, doch das vom Land beauftragte Urbanus-Ingenieurbüro für Verkehrsplanung aus Lübeck befürwortet die Fortsetzung des Modellprojektes bis Ende 2017. Darüber hinaus attestiert der Gutachter der Bahn auch langfristig eine Perspektive. Das geht aus einem Entwurf hervor, den Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) dem Nordkurier vorlegte. Noch ist das Gutachten nicht fertig, es soll erst im September dem Landkreis vorgestellt werden. Auf seiner Grundlage wird das Land entscheiden, ob das Modellprojekt über 2015 hinaus fortgesetzt wird. In dem Zwischengutachten wird der Kleinseenbahn bescheinigt, als touristisch orientiertes Angebot wirtschaftlich tragfähig zu sein. „In saisonalen Spitzenzeiten werden Nachfragewerte erreicht, die nicht mehr ohne weiteres auf den Bus übertragen werden können“, heißt es in dem Entwurf. Zudem sei die Bahn besser auf starke Nachfrageschwankungen, bedingt durch Gruppenfahrten, eingestellt.

Um die Kleinseenbahn, die zwischen Neustrelitz und Mirow pendelt, wirklich dauerhaft zu sichern, gibt es aus Sicht der Experten jedoch einiges zu tun. So stellten die geringen Fahrgastzahlen zwischen November und April ein Risiko dar. Voraussichtlich Anfang September wollen sich alle Beteiligten zur nächsten Beratung in Wesenberg treffen.