Ausgebuddelt und dann gestohlen:

Gibt es schon eine Spur zum verschwundenen Obelisken?

Das Denkmal aus Neustrelitz wird weiterhin vermisst. Die Polizei ermittelt und prüft Hinweise. Der Obelisk erinnert an Gefallene im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und war kürzlich in der Bürgerhorst entdeckt worden.

So sah der Obelisk aus, als er ausgebuddelt gefunden wurde. Danach verschwand das gute Stück.
Andreas Köhncke/Stadt Neustrelitz So sah der Obelisk aus, als er ausgebuddelt gefunden wurde. Danach verschwand das gute Stück.

Die Polizei in Neustrelitz sucht weiter nach einem etwa eine Tonne schweren Granitdenkmal. Es gebe erste Hinweise, die überprüft würden, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag in Neubrandenburg. Wie stichhaltig die Hinweise sind und ob darunter eine heiße Spur ist, will die Polizei bisher noch nicht mitteilen. Es werde jeder Information nachgegangen. "Wir wissen, dass ein großes öffentliches Interesse an dem Fall besteht", hieß es.

Der rund zwei Meter hohe Obelisk erinnert an die Gefallenen im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71. Er war jahrelang verschwunden und erst vor wenigen Wochen vergraben in einem Waldstück wiederentdeckt worden. Bevor die Stadt das Denkmal mit schwerer Technik bergen konnte, stahlen Unbekannte den Obelisken. Das wurde vor zehn Tagen entdeckt.

Der Granitstein trägt das Relief eines eisernen Kreuzes mit eingravierter Krone, die Jahreszahl 1870 sowie eingravierte französische Städtenamen. Das Denkmal war nach Angaben der Stadtverwaltung 1895 in einer preußischen Kaserne in Neustrelitz aufgestellt worden. In und um Neustrelitz waren zu DDR-Zeiten Tausende Sowjetsoldaten in mehreren Kasernen stationiert. 

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