Verwahrloster Hund gefunden:

Gina soll auch schöne Weihnachten haben

Das Tierheim Neustrelitz hat kurz vor den Festtagen eine verwahrloste Hündin aufnehmen müssen. Doch insgesamt lief das Jahr gar nicht so schlecht.

Das Fell von Gina sieht wieder gepflegt aus, ein paar Tierarztbesuche hat sie auch schon hinter sich gebracht. Als die Hündin aufgefunden wurde, war sie in einem sehr verwahrlosten Zustand, erzählt Kathrin Erdmann.
Tobias Lemke Das Fell von Gina sieht wieder gepflegt aus, ein paar Tierarztbesuche hat sie auch schon hinter sich gebracht. Als die Hündin aufgefunden wurde, war sie in einem sehr verwahrlosten Zustand, erzählt Kathrin Erdmann.

Verlassen, ausgesetzt und aus dem Sinn – für die Mitarbeiterinnen im Neustrelitzer Tierheim gehört die Aufnahme und Pflege vernachlässigter Haustiere zur täglichen Arbeit. Sie mussten gerade erst wieder so einen Fall registrieren. Hündin Gina, eine Husky-Mischlings-Dame, war in Möllenbeck in einem schlimmen Zustand aufgetaucht und wird nun wieder aufgepäppelt. Zwar glaubt im Tierheim keiner so recht, dass Gina entlaufen ist, aber falls doch, solle sich der Besitzer umgehend melden.

Es gab schon Jahre, in denen das Neustrelitzer Tierheim aus allen Nähten platzte und mehr als 80 Hunde untergebracht werden mussten. Mit bisher 49 aufgenommene Hunde blieb die Arbeit in diesem Jahr im Rahmen. Das Neustrelitzer Domizil, das vom Tierschutzverein betreut wird, nimmt Fundtiere aus dem Einzugsbereich Neustrelitz, Mirow, Wesenberg, Feldberg und Friedland auf. „Wir können daher eigentlich von einem guten Tierheim-Jahr sprechen“, sagt Tierpflegerin Anja Letzel. Denn dazu kommt noch, dass 30 Vierbeiner erfolgreich an ein neues Frauchen oder Herrchen vermittelt wurden. Allerdings will Letzel den Tag nicht vor dem Abend loben. „Es kam auch schon vor, dass wir allein 16 Neuaufnahmen im Dezember hatten“, erinnert sich die Tierheim-Mitarbeiterin. Schleppender sei zudem die Vermittlung von Katzen in diesem Jahr gelaufen.

Es seien leider oft die älteren Tiere, die keiner mehr haben möchte und die ihren Lebensabend daher im Tierheim verbringen müssen, bedauert Kollegin Kathrin Erdmann. „Diese Hunde springen eben nicht mehr wie ein Reh, haben schon so ihre Wehwehchen und benötigen mehr Zeit sowie Aufmerksamkeit“, erklärt sie. Gerade, wenn bei diesen Tieren eine Vermittlung gelingt, ist die Freude groß. So einen Glückspilz hatte es in diesem Jahr auch gegeben. Der 15-jährige Schäferhund-Mix Sammi, der drei Jahre lang im Tierheim zu Hause war, konnte auf einen Gnadenhof vermittelt werden. Für besondere Fälle gebe es auch das Modell „Pflegestelle“. Das bedeutet, eine Familie stellt ein neues Zuhause und das Futter, die Tierarztkosten können in Absprache mit dem Verein geregelt werden.

Kathrin Erdmann und Anja Letzel hoffen, auch für Gina noch tierliebe Besitzer zu finden. Die Hündin sei zwar nicht mehr die jüngste, aber sehr zutraulich und an Menschen gewöhnt.

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