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Glückliches Ende einer sorgenvollen Nacht

Stundenlang waren Polizisten rings um Carwitz auf der Suche nach einem Jungen aus Münster. Zahlreiche Beamte, die  Rettungshundestaffel und Hubschrauber waren im Einsatz.

Ein Urlauberkind ist bei Carwitz vermisst worden. Nach einer langen Nacht der Suche konnte es dank aufmerksamer Feriengäste gefunden werden.
Friso Gentsch Ein Urlauberkind ist bei Carwitz vermisst worden. Nach einer langen Nacht der Suche konnte es dank aufmerksamer Feriengäste gefunden werden.

Um 18 Uhr ging bei der  Rettungsleitstelle am Pfingstsonnabend der Notruf ein: In Carwitz  wird  ein  zwölfjähriger Junge vermisst. Das Kind machte mit seinen Eltern in dem idyllischen Ort in der Feldberger Seenlandschaft  Urlaub. Die aus Münster stammende Familie schlug rasch Alarm, weil der Junge Autist ist und Schwierigkeiten hat, sich zu orientieren. Die Polizei rückte mit  der Suchhundestaffel aus  und durchkämmte  das seen- und waldreiche Gebiet zwischen Carwitz und Feldberg. Später weitete  sich die Suche bis  nach  Brandenburg aus, auch von dort kamen Polizisten zum Sucheinsatz. Hubschrauber kreisten stundenlang über dem Gebiet. Die Öffentlichkeit wurde ebenfalls gebeten, Ausschau zu halten nach einem blonden Jungen, der 1,50 Meter  groß ist und  mit  einer grauen Jogginghose, blauem Kapuzenshirt und grünen Schuhen bekleidet ist. Als der Junge in den frühen Morgenstunden immer noch  nicht  gefunden worden war, ersuchte die Polizei Amtshilfe bei der Feuerwehr.  Die Kameraden wurden alarmiert. Doch sie kamen glücklicherweise nicht mehr zum Einsatz. Denn ein aufmerksames Urlauberpaar gab den entscheidenden Tipp für die weitere  Suche. Den beiden war bei ihrer Anreise am Pfingstsonntag in Carwitz der riesige Polizeiauflauf in der Region aufgefallen und sie erkundigten sich bei Einheimischen danach. Ihnen fiel  ein, dass sie eineinhalb Stunden zuvor einen Jungen in der Nähe von Triepkendorf  gesehen hatten, der auf die Beschreibung passte. Kurz nach zehn Uhr konnte die Polizei das Kind tatsächlich auf einem Waldweg bei Triepkendorf aufspüren. Der Junge hatte  über 30 Kilometer zurückgelegt. "Das war sein Glück, dass er in Bewegung geblieben ist. Denn in der Nacht  war es empfindlich kalt", erklärte ein Polizeisprecher. Der Zwölfjährige wurde wohlbehalten zu seinen Eltern zurückgebracht.