Spendenkonto und Wohnungen:

Brandstiftung: Große Hilfsaktion für Opfer

Eine beeindruckende Welle der Hilfsbereitschaft  ist in Bewegung gekommen. Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass das Feuer gelegt wurde.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr kamen während der Löschaktion immer wieder zu Krisengesprächen zusammen.
Anett Seidel Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr kamen während der Löschaktion immer wieder zu Krisengesprächen zusammen.

An so ein verheerendes Feuer in Neustrelitz kann sich niemand erinnern.  Alle Bewohner aus der Augustastraße 1 konnten am Montagabend nur das retten, was sie am Leib trugen. In der Stadt gibt es seitdem kein anderes Gesprächsthema. Auch Bürgermeister Andreas Grund war noch am Montagabend vor Ort, um sich ein Bild von den Ausmaßen des Feuers zu machen. Am Dienstag hat die Stadt sofort reagiert.

In dieser Ausnahmesituation hat sich das Stadtoberhaupt sofort mit den Wohnungsvermietern in Verbindung gesetzt, hat Hilfsorganisationen informiert und ein Spendenkonto eingerichtet. „So etwas gab es in Neustrelitz wohl noch nie“, bestätigt Rathaus-Sprecherin Petra Ludewig. Die zwölf betroffenen Mieter standen plötzlich auf der Straße, darunter Familien mit Kindern. Zunächst konnten die Bewohner der Augustastraße bei Verwandten und Bekannten untergekommen.

Alle helfen mit

Aber die Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft Neuwo hat bereits Unterlagen vorgelegt, auf denen sofort beziehbare Wohnungen aufgelistet sind, bestätigte Angelika Milbredt, technische Leiterin im Unternehmen. Auch die Gästewohnungen seien zur Verfügung gestellt worden. „Das ist eine traurige Situation, da muss geholfen werden“, sagte sie am Mittwoch. Genauso haben auch die MWG und die Walde Hausverwaltung auf den Hilferuf des Bürgermeisters reagiert. Bei der MWG gab es am Mittwoch bereits erste Wohnungsbesichtigungen, hieß es von dort. Neue Personaldokumente, um sich ausweisen zu können, werden im Rathaus kurzfristig, komplikationslos und ohne Gebühren für die Betroffenen zur Verfügung gestellt, bestätigte die Rathaus-Sprecherin.

Feuer wurde gelegt

Am Montagabend war die Feuerwehr aufgrund eines Kellerbrandes alarmiert worden. Als die Kameraden am Haus am Bahnhof eintrafen, brannte dies jedoch schon lichterloh bis unters Dach. Ein stundenlanger Kampf gegen die Flammen folgte für die Feuerwehren. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Untersuchungen eines Brandgutachters haben inzwischen ergeben, dass das Feuer im keller des Hauses gelegt wurde. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Weitere Einzelheiten könne man mit Rücksicht auf die Ermittlungen nicht nennen. Der entstandene Schaden soll bei einer halben Million Euro liegen.

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