Arbeit am Tag 2 des Jahres:

Großes Aufräumen nach der Knallerei

Die Müllabräumer sind schon seit dem Neujahrstag unterwegs. Leider sind es meistens nicht diejenigen, die den Müll auch verursacht haben. Und Böllern auf öffentlichen Plätzen ist gleich ganz bequem. Hier muss die Stadt reinigen.

Mathias Bese vom Regiehof Neustrelitz klaubt mit einer Kralle den Müll der Silvesternacht von den Pflastersteinen. Besen und Schippe tun ein Übriges. Der ganze Dreck landet in einem Eimer. Wenn es auch nicht so viel aussieht, es läppert sich zusammen, was die Freizeitfeuerwerker da hinterlassen haben. Und für die ist der Platz an der Mole am Neustrelitzer Hafen vermutlich nicht nur wegen des Sees vor der Nase und der schön sanierten Speicher im Nacken ein attraktiver Ort. Denn an der Mole muss die Stadt sauber machen. Und das ist doch bequem, wenn der selbst verursachte Müll durch andere weggeräumt werden muss....  

Die Freizeitfeuerwerker vom Zierker See sind übrigens in guter Gesellschaft. Längst wird gern auf öffentlichen Straßen und Plätzen geknallt oder mitten auf der Straße, und wenn es gar nicht anders geht, vor dem Grundstück des Nachbarn. Diese Erfahrung kann auch Holger Pflugradt vom Regiehof Neustrelitz bestätigen. Der Markt mit dem Rondell und die Plätze vor dem Rathaus und vor dem Stadthaus am Wilhelm-Riefstahl-Platz sind ebenfalls beliebte Versammlungsorte für das private Feuerwerk. Weil das im Regiehof bekannt ist, sind die ersten Mitarbeiter dort auch schon am Neujahrstag im Einsatz gewesen, um etwa auf dem Markt aufzuräumen. Das Wetter kam ihnen dabei zupass. Es war nichts angefroren oder zugeschneit. Am Donnerstag waren die Männer dann auch am Hafen, am Glambecker See und den städtischen Bushaltestellen mit Eimer, Schippe und Müllkralle unterwegs.

Grundätzliches Fazit aus der Silvesternacht: Der Müll ist nicht mehr und nicht weniger geworden. Und er residierte in der Residenzstadt auch am Donnerstag noch vor etlichen privaten Grundstücken. Bleibt zu hoffen, dass deren Besitzer ganz schnell aus dem Silvesterkoma erwachen.

Kommentare (1)

besser wäre es alle knallkörper die schmutz verursachen mit einem preisaufschlag von 500% zu belegen und diesen betrag den örtlichen reinigungsunternehmen und hausmeistern zu überlassen, das würde gerechte verteilung sein und der dreck wäre schnell weg. wer spaß will muss eben auch dafür zahlen. zentrale feuerwerke würden auch reichen da kommt auch niemand zu schaden....