Haus musste weg:

Großes Loch klafft im Boden

Der Nachkriegsbau, in dem Woldegks Pastoren wohnten, ist abgerissen worden. Jetzt soll an Ort und Stelle ein neues Gebäude errichtet werden. Eines, das auch ökologisch ist.

Vor St. Petri steht noch ein Nebengelass des ursprünglichen Pfarrhofs, das die Gemeinde nutzt. Das historische Pfarrhaus brannte jedoch 1945 nieder. Jetzt wird der DDR-Bau ersetzt, der abgerissen worden ist.
Tobias Lemke Vor St. Petri steht noch ein Nebengelass des ursprünglichen Pfarrhofs, das die Gemeinde nutzt. Das historische Pfarrhaus brannte jedoch 1945 nieder. Jetzt wird der DDR-Bau ersetzt, der abgerissen worden ist.

Wo bis vor wenigen Tagen noch das Woldegker Pfarrhaus stand, klafft jetzt ein großes Loch im Boden. In der vorigen Woche wurde der Kirchenbau abgerissen, um Platz für ein neues Gebäude zu schaffen. "Die Sanierung des alten Hauses wäre zu teuer geworden, also wurde schon vor meiner Zeit hier in Woldegk der Neubau beschlossen", erklärt Woldegks junge Pastorin Manuela Markowsky, die erst seit rund eineinhalb Jahren in der Mühlenstadt ist und gar nicht in das marode Haus gezogen war. Neben einer Unterkunft für die Pastorin wird das neue Gebäude auch Büroräume für die Kirche beherbergen.

Beim alten Abrisshaus hatte es sich um einen Nachkriegsbau gehandelt. Das historische Pfarrhaus, das davor an gleicher Stelle stand, war 1945 zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Flammen aufgegangen. 1957 sei dann der Nachfolgebau fertig gestellt worden, erinnert sich Hans-Ullrich Hoffmann, stellvertretender Vorsitzender vom Evangelischen Kirchgemeinderat aus Woldegk. Weil damals Baumaterialien Mangelware waren und für die Kirche ohnehin nicht viel übrig blieb, entstand das Haus unter schwierigen Bedingungen. "Das merkte man dem Bau auch an. Die Dämmung war nicht gut und im Keller stieg das Wasser hoch", erklärt Hoffmann. Mit den Jahren wurde der Sanierungsstau immer größer.

Entstehen soll nun in den kommenden Wochen und Monaten ein Energiesparhaus in Fertigbauweise. So werde das neue Pfarrhaus zum Beispiel Erdwärme nutzen. Mit der ökologischen Bauweise erfülle man die Klimaschutzziele der Nordkirche.

"Bis zum Wintereinbruch soll möglichst noch die Bodenplatte fertig werden" , sagt Hoffmann. Dabei müssen die Handwerker in Woldegk mit einem schwierigen Baugrund klar kommen. In der ganzen Stadt gebe es Schichtenwasser, weshalb auf mehr Stabilität beim Fundament geachtet werden muss.Nach Abschluss aller Bauarbeiten soll zudem noch der Pfarrgarten eine Frischkur erhalten.

Ursprünglich hatte die Kirchengemeinde auf eine Schlüsselübergabe zum Weihnachtsfest gehofft. Allerdings verzögerten sich die Planungen etwas. "Wir hoffen nun, dass das Wetter mitspielt und die Handwerker im ersten Quartal des kommenden Jahres bauen können", so das Kirchenrats-Mitglied.

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