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Gruft wird wieder fürstlich

Lange hat der Verein Kulturgut gekämpft, dass diese Begräbnisstätte nicht noch weiter verfällt. Nun ist er fast am Ziel. Die Gruft in der Johanniterkirche bekommt eine Frischekur.

Die obere Gruft ist im Gegensatz zu den anderen Räumen in einem guten Zustand. Erste Restaurierungsarbeiten fanden hier schon 2005 statt.
NK-Archiv Die obere Gruft ist im Gegensatz zu den anderen Räumen in einem guten Zustand. Erste Restaurierungsarbeiten fanden hier schon 2005 statt.

In Mirow soll die Erbbegräbnisgruft des Großherzoglichen Hauses Mecklenburg-Strelitz saniert werden. Wie Rajko Lippert, Vorsitzender des Vereins Kulturgut Mecklenburg-Strelitz, erklärte, werden die Obere, die Mittlere und die Untere Gruft restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es wird mit Gesamtkosten von rund 900 000 Euro gerechnet. Das Land hat dafür Mittel bereitgestellt. Seit Jahren bemüht sich der Verein Kulturgut um den Erhalt der Grufträume in der Johanniterkirche. Denn: Kein europäisches Königshaus, das nicht eine Leiche im Mirower (Kirchen)-Keller hat. Alle großen europäischen Königsfamilien würden direkte Vorfahren aus dem Hause Mecklenburg-Strelitz haben, wie Rajko Lippert erklärte. Viele sind in der Großherzogliche Erbbegräbnisstätte in der Johanniterkirche beigesetzt. Das zeige, welche historische Bedeutung die Mirower Fürstengruft habe.

Bisher waren aufgrund des schlechten Bauzustandes zwei der drei Grufträume für Besucher nicht zugänglich. Seit 1670 wurden 45 Personen aus der herzöglichen Familie in Mirow beigesetzt. Allerdings fehlen mittlerweile 15 Särge komplett, zwei sind stark beschädigt und mehrere Särge derzeit nicht zugeordnet. Durch die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg sowie auch mit den Aufräumarbeiten danach seien Teile der Grabanlage verschüttet worden und schließlich verloren gegangen, erklärt Lippert.