Woldegker schlägt sich wacker beim StaplerCup:

Gut gestapelt, trotzdem nicht gewonnen

Die Deutsche Meisterschaft im Gabelstaplerfahren ist für Thorsten Gruhne nicht wie gewünscht gelaufen. Der Woldegker war nicht schnell genug. Er zieht trotzdem eine positive Bilanz des sportlichen Wettkampfs.

So sah es aus, als Thorsten Gruhne aus Woldegk beim Stapler-Cup in Aschaffenburg knifflige Aufgaben zu bewältigen hatte.
PR So sah es aus, als Thorsten Gruhne aus Woldegk beim Stapler-Cup in Aschaffenburg knifflige Aufgaben zu bewältigen hatte.

Thorsten Gruhne sind die Nerven durchgegangen. Mit zitternder Hand manövrierte der Woldegker den Gabelstapler durch den Meisterschafts-Parcours. Bei der Deutschen Meisterschaft im bayrischen Aschaffenburg bewältigte er alle Aufgaben, allerdings zu langsam. Am Ende reichte es damit nur für Platz 59 – Vorvorletzter. „So gesehen ist es schlecht gelaufen, ich war zu aufgeregt“, sagt der 43-Jährige nach dem StaplerCup.

Verstecken muss er sich aber nicht. Es gibt eine deutsche Gesamtwertung, das Official Champions Ranking. Dabei werden die Punkte der Regionalwettbewerbe und der Meisterschaft zusammengezählt. In diesem Ranking liegt Thorsten Gruhne auf Platz 31 – er gehört zu Deutschlands besten Gabelstaplerfahrern.

Der Familienvater, der hauptberuflich als Gabelstaplerfahrer bei der Trinks GmbH in Wolfshagen arbeitet, war einer von 61 Profis, die am Wochenende in Aschaffenburg um den Titel Deutscher Meister im Gabelstaplerfahren kämpften. Er hob winzige Scheiben mit der Zinkenspitze auf und hängte sie an einen Haken, stapelte Kisten im Kreis, fischte Gummi-Enten aus einem Wasserbecken. Gefragt waren Fingerspitzengefühl und Schnelligkeit. Ständig wechselnde Gabelstapler-Fabrikate machten alles noch komplizierter. Gewonnen hat zum zweiten Mal Stefan Theissen aus Remagen (Rheinland-Pfalz). Bereits zum neunten Mal krönten die besten Staplerfahrer Deutschlands in Aschaffenburg ihren König.

Für Thorsten Gruhne hat sich die Teilnahme gelohnt. „Es war schon toll, überhaupt dabei sein zu dürfen.“ Für ihn steht fest, dass er es im nächsten Jahr wieder versucht. „Dann wird es richtig interessant, dann wird die erste Weltmeisterschaft ausgetragen.“ Um sich erneut für Aschaffenburg zu qualifizieren, muss er es aber zunächst bei der Regionalmeisterschaft in Neubrandenburg unter die beiden besten Fahrer schaffen.