Staatsschutz ermittelt:

Haben Rechte den Brandsatz geworfen?

Nachdem in Godendorf vor einer Flüchtlingsunterkunft ein Molotow-Cocktail geflogen ist, laufen die Ermittlungen.

Die Polizei sucht nach Zeugen des mutmaßlichen Brandanschlags.
Jens Wolf Die Polizei sucht nach Zeugen des mutmaßlichen Brandanschlags.

Jetzt ermittelt der polizeiliche Staatsschutz der Kriminalinspektion Neubrandenburg wegen des Verdachts der versuchten Brandstiftung in Godendorf. Am Sonntagnachmittag hat eine Betreuerin den Vorfall gemeldet. Es geht um ein Haus, in dem Asylbewerber dezentral untergebracht sind. Wie die Polizei bestätigt, hatten Unbekannte einen Wurfbrandsatz geworfen. Der Molotow-Cocktail zerschellte an einem Baum vorm Haus. Die Polizei konnte die Brandflasche sicherstellen.

Inzwischen wurden Zeugen vernommen. Gegen 3 Uhr in der Sonnabendnacht soll es einen lauten Knall gegeben haben. Als die Zeugen aus dem Fenster sahen, sollen sie zwar Feuer in einem Baum genau vor dem Haus gesehen, aber keinen Verdächtigen entdeckt haben. Bürgermeister Norbert Blaack wohnt in unmittelbarer Nähe und hat erst am Nachmittag des darauffolgenden Tages von den Geschehnissen im Dorf gehört, sagte er am Montag. Das Feuer im Baum erlosch von selbst. Verletzt wurde niemand.

Die Polizei ermittelt nun in alle Richtungen und denkt auch an einen politisch motivierten Hintergrund. Der Bürgermeister schließt das ebenfalls nicht aus.

Zeugen, die etwas beobachtet haben, werden gebeten, sich an die Einsatzleitstelle Neubrandenburg unter 0395 5582-2224, die Internetwache der Landespolizei unter www.polizei.mvnet.de oder aber an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.