Nie wieder "Gemetzel":

Herbstjagd soll ohne Makel bleiben

So ganz erholt hat sich der Nationalpark noch nicht von den Negativschlagzeilen vor zwei Jahren. Diesmal sollen 67 Jäger ordentlich "Strecke bringen" - und zwar absolut regelkonform.

Am Freitag geht’s los: „Schnell ’rein und wieder ’raus“ lautet die Devise für die Jäger bei den Ansitzdrückjagden im Nationalpark.
Felix Kästle Am Freitag geht’s los: „Schnell ’rein und wieder ’raus“ lautet die Devise für die Jäger bei den Ansitzdrückjagden im Nationalpark.

Im Nationalpark beginnen am Freitag die alljährlichen Ansitzdrückjagden auf Dam-, Rot-, Reh- und Schwarzwild. Bis zum 19. Dezember folgen weitere 13 Jagden in dem Schutzgebiet, an der größten und abschließenden im Bereich Babke/Kratzeburg werden 67 Jäger die Büchsen knallen lassen - dem neuen Dezernenten Stefan Escher zufolge nur der Behörde bekannte Jäger, die einerseits „Strecke bringen“ und andererseits garantieren, dass sie sich an die strengen Gesetze deutscher Waidgerechtigkeit halten.

Über allem steht für das Nationalparkamt, keinen Anlass zur Kritik zu bieten. Die Schlagzeilen von vor zwei Jahren vom „Gemetzel“ in dem Schutzgebiet sind noch nicht vergessen. Damals waren bis zu 160 Jäger auf einmal im Revier unterwegs. 

Nach wie vor gehen die Meinungen über die Jagd im Nationalpark extrem auseinander. „Weiter intensivieren“ meinen die einen, „einschränken“ die anderen, „alles sich selbst überlassen“ die dritten. Der aktuelle Ansatz ist mit „schnell ’rein und wieder ’raus“ auf eine Formel zu bringen: Keine Hetzjagden trotz des Einsatzes von Hunden und Treibern. „Wir wollen durch Beruhigung erreichen, dass das Wild beobachtbar wird“, sagt Escher. An der Jagd führe aber kein Weg vorbei. „Wir müssen die Bestände regulieren.“

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