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Hermelin sucht Nahrung in Carpiner Garten

Kein Wunder, dass Naturfreundin Isolde Dorandt staunte über den ungewöhnlichen Besuch: Es handelt sich offenbar um ein Hermelin – und diese Fellträger sind in freier Wildbahn sehr selten.

Das weiße Hermelin war in dem Carpiner Garten wohl auf Futtersuche.
Isolde Dorandt Das weiße Hermelin war in dem Carpiner Garten wohl auf Futtersuche.

Da staunte die ­Carpinerin Isolde Dorandt nicht schlecht, als sie durch ihr Küchenfenster spähte,
um – wie sie es häufig tut – Vögel zu beobachten. Denn was sie da durch ihren Garten wuseln sah, war offenbar ein Hermelin im schneeweißen Winterfell.

„Das Tier war sicher ­gerade auf Futtersuche, es hatte seine Schnauze ganz nah an den Boden gedrückt“, erzählt die Naturfreundin, die früher als technische Assistentin im Naturkundemuseum Berlin gearbeitet hat. Als das Pelztier kurz am For­sythienstrauch verweilte, konnte sie ein Foto von ihm machen.

Auch die Neustrelitzer Tiergarten-Mitarbeiter zeigen sich erfreut über die Fotos aus Carpin. „Hermeline werden eher zur Zucht ge­halten, in der freien Natur sieht man die Tiere selten“, erklärt Mitarbeiterin Marion Krause. Früher wurde das Fell für Königsumhänge verwendet.

Das Carpiner Hermelin trage unverkennbar das weiße Winterkleid, nur der Schwanz bleibt schwarz. „Im Sommer sind die Hermeline braun, nur der Bauch ist weiß“, erklärt Marion Krause. Die Futtersuche am Tag ist bei den tagaktiven Tieren nicht ungewöhnlich. „Wenn die Tiere aber ein gewisses Alter erreicht haben, schlafen sie viel. Dann lassen sie sich noch seltener am Tag blicken. Aber auf dem Bild sieht es aus, als handele es sich um ein Jungtier.“