Südfrüchte aus dem eigenen Garten:

Herr Kirsch liebt auch viele andere leckere Früchte

Ein Strasener kann die wohl größte Südfrüchte­plantage der Region vor­weisen. Aber der Mann mit dem grünen Daumen hat noch mehr zu bieten.

Norbert Kirsch aus Strasen ist ganz sicher: Bis zum Weihnachtsfest werden diese Südfrüchte reif sind.
Ulrich Krieger Norbert Kirsch aus Strasen ist ganz sicher: Bis zum Weihnachtsfest werden diese Südfrüchte reif sind.

Bei diesem Nachnamen ist die Liebe zu den süßen Früchten wohl vorherbestimmt. Nicht nur, dass ein schöner Kirschbaum bei ihnen vor dem Haus steht – Norbert Kirsch und seine Frau Martina  kennen sich auch mit Südfrüchten aus.

Und dabei ackert das Ehepaar gleich an zwei Fronten. An der einen wurde gerade das Weihnachtsreservoir für die einstige Bückware aus DDR-Zeiten gesichert. Sie wächst und gedeiht im Hofgarten der Familie Kirsch in Strasen. Ein üppig mit Mandarinen bewachsener Strauch fühlt sich dort auch noch in diesem milden November sehr wohl.

„Die Mandarinen werden bis Weihnachten garantiert noch alle reif“, ist Hobbygärtner Norbert Kirsch überzeugt. Ganz geheuer ist ihm das derzeitige Wetter aber dennoch nicht. Über Nacht stellt er alle Töpfe in den Schuppen, damit Väterchen Frost keinen Schaden anrichten kann.

Pflanzen aus Italien mitgebracht

Auf dem Hof wachsen zudem Zitronen und Pampelmusen. Und es gibt einen Feigenstrauch. Dieser trägt ebenfalls Früchte. „Die reifen Feigen essen wir alle selbst, zum Verschenken sind es zu wenige“, sagt der 62-jährige und ergänzt: „Die aus Verona in Italien stammenden ­Pflanzen gedeihen bei uns wohl so gut, weil sie im Sommer immer an der Südwand unseres Stallgebäudes stehen. Die abstrahlende Wärme ­mögen sie.“ Das Bestäuben übernehmen die Bienen. Zusätzlich bekommen die Pflanzen einen speziellen Flüssigdünger für Südfrüchte. Das funktioniert offenbar.

Norbert Kirschs Ehefrau Martina sowie die Töchter Susanne und Sandra  brachten die Pflanzen einst nach einem Urlaub aus Italien mit. Der tägliche Weg vom Urlaubsquartier in den Bergen  führte dort an einem riesigen Blumen- und Gartengewächsmarkt vorbei. „Meine Frau als Pflanzenliebhaberin musste dort immer wieder anhalten und wollte alles wissen über die südliche ­Fauna und Flora. So reifte dann der Entschluss, es mit einigen Südfrüchten im Topf zu versuchen“, erzählt Kirsch.

In der Familie gibt es nun wohl die größte „Süd­früchteplantage“ der Region. Norbert Kirsch wohnt zwar
in Strasen, sein eigentlicher Garten befindet sich aber in der Gartenanlage in der Neustrelitzer Lessingstraße. Dort hält er Hühner und züchtet Tauben, mit denen er schon viele Preise bei Wettflügen errang. Obst, Gemüse, Kartoffeln und prächtige Brombeeren wachsen dort ebenfalls.