Trimmpfad abgerissen:

Hier kommt keiner mehr in Schwung

Das war ja zu erwarten. Die Sportgeräte am Uferweg um den Zierker See gammelten schon längere Zeit vor sich hin. Jetzt konnte die Stadt das Elend nicht mehr ertragen und hat einen Schlussstrich gezogen.

Aus und vorbei ist es mit dem Trimmpfad am Zierker See. Die Sportgeräte sind in dieser Woche abgebaut worden.  Sie waren bereits stark verrottet.
Ulrich Krieger Aus und vorbei ist es mit dem Trimmpfad am Zierker See. Die Sportgeräte sind in dieser Woche abgebaut worden.  Sie waren bereits stark verrottet.

Klimmzüge, Balancieren, Dehnen und Strecken – das geht jetzt nicht mehr am Ufer des Zierker Sees in Neustrelitz. Ehrlicherweise muss gesagt werden, es ging schon länger nicht mehr. Denn die aus Holz gefertigten Geräte am Trimmpfad entlang des Sees befanden sich schon ewig in einem ziemlich verrotteten Zustand. Der Nordkurier hat darauf bereits vor etlichen Wochen aufmerksam gemacht. Das Herumtollen oder Sport treiben an den Geräten war an vielen Stellen zu einer Gefahr geworden. In dieser Woche nun hat die Stadt tabula rasa gemacht.

Die meist hölzernen Gestelle und Balken wurden durch Mitarbeiter des städtischen Regiehofs entfernt. Die alten Geräte haben sich also erledigt. Fest steht aber auch, dass es keinen Ersatz für den Trimmpfad geben wird. An der beliebten Strecke für Wanderer, Jogger, Walker und Radfahrer baut man keine neuen Fitness-Geräte auf.

Diese Anlage ist mit viel Herzblut gebaut worden

Jörg Großhennig vom Wassersportverein Neustrelitz stimmt genau das sehr verdrießlich. Er hat die Trimm-Anlage vor etlichen Jahren mit viel Herzblut aufgebaut. Nicht nur  allerlei Geräte für sportliche Übungen wurden installiert. Auch jede Menge Hinweisschilder, auf denen die Übungen erklärt wurden, fanden die Sportler vor. Der Pfad war nicht nur ein Hingucker entlang des Wanderwegs, die Geräte sind auch gut genutzt worden, schätzt Großhennig ein. Über den Zeitraum von zwei Jahren habe er an der Fitness-Strecke gearbeitet. Jetzt sei von heute auf morgen alles vorbei.

Dass die Anlage der Vergangenheit angehört, bestätigt auch Rathaussprecherin Petra Ludewig.  Die Stadt habe in ihrem Haushalt kein Geld für neue Geräte vorgesehen. Deshalb gebe es auch keinen Überblick, wie hoch die Kosten für eine Geräte-Neubeschaffung ausgefallen wären.

Der Stadt ginge es jedoch nicht nur um die Investition, sondern auch um die damit verbundenen Folgekosten.  Die Anlage müsse gepflegt werden. Es habe die Hoffnung über eine Vereinbarung mit der Jugendhaftanstalt Neustrelitz gegeben. Mit dieser aber konnte keine Einigung erzielt werden.

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