Auf die stürmische Art:

Hier werden Autofahrer in die Irre geführt

Da beginnen auf der Bundesstraße 96 zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg die Bauarbeiten und dann so ein Malheur. Auf der Umleitungsstrecke in Peckatel hat der Wind dafür gesorgt, dass Autofahrer in die Irre geführt werden. Demnach führt von hier aus kein Weg nach Neustrelitz.

Dieses Schild weist so definitiv in die falsche Richtung. Fremde dürften am Montag in Peckatel die Orientierung verloren haben. Hat der Wind das Schild gedreht?
Anett Seidel Dieses Schild weist so definitiv in die falsche Richtung. Fremde dürften am Montag in Peckatel die Orientierung verloren haben. Hat der Wind das Schild gedreht?

Alle Wege führen nach Penzlin, aber keiner nach Neustrelitz. Das dürfte am Montag so einige Autofahrer in Peckatel verwirrt haben. Dort wies plötzlich ein großer Wegweiser auf dem Weg in Richtung Neustrelitz darauf hin, dass es an dieser Stelle nicht nach Neustrelitz, sondern nach Penzlin gehen soll. Doch von da waren die Autofahrer aber gerade gekommen?

Ein Peckateler hatte bereits am Wochenende das falsche Schild im Dorf entdeckt. „Das ist ein nagelneues Schild und ist wohl ohne Sinn und Verstand falsch herum aufgestellt worden“, schimpft er. Das sei erst vor einigen Wochen passiert. Ein Schildbürgerstreich – im wahrsten Wortsinne, mutmaßt der Mann aus Peckatel. Gerade am Montag, als die Bauarbeiten auf der Bundesstraße 96 zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg mit einer halbseitigen Sperrung begannen, ist die Strecke über Penzlin und Peckatel nach Neustrelitz als Alternativstrecke ausgewiesen worden. Nun fahren auf dieser Strecke viel mehr Autos entlang als zuvor. „Fremde kommen bei dem Verkehrsschild völlig durcheinander und fahren am Ende im Kreis“, befürchtet der Peckateler.

Der Wind ist nämlich schuld

Tatsächlich steht das Schild falsch herum, bestätigt auch Hans-Joachim Conrad vom Neustrelitzer Straßenbauamt. Der Nordkurier hatte die Behörde darauf aufmerksam gemacht. Der Wind hatte sich hinter das große Schild gesetzt und es tatsächlich zum Drehen gebracht. So führten zumindest am Montag demnach alle Wege nach Penzlin, aber keiner nach Neustrelitz. Am Dienstag, so der Mann vom Straßenbaumt, soll der Schaden wieder behoben sein. Die übrigen Wegweiser im Dorf weisen jedoch in die richtige Richtung, so dass sich die meisten Autofahrer vielleicht doch nicht vom Weg abbringen ließen.

Die Bedarfsumleitung über die Bundesstraße 193 ist ausgeschildert. Montagfrüh war die Bundesstraße 96 bereits halbseitig gesperrt. Der Verkehr wurde durch eine Ampel geleitet. Autofahrer mussten mehr Zeit für den Weg einplanen. Von Groß Nemerow bis nach Neubrandenburg haben Bauarbeiter nun das Zepter übernommen. Die Fahrbahn wird zunächst abgefräst und bekommt anschließend neuen Asphalt. „Die Straße wird im Zusammenhang mit der Fahrbahnerneuerung auch durch den Einbau einer zusätzlichen Asphaltschild verstärkt, um so der gestiegenen Verkehrsbelastung Rechnung zu tragen“, wird seitens des Straßenbauamtes informiert. Läuft alles nach Plan, dann sind die Arbeiten bis Ende Mai abgeschlossen. Im Juni wird dann die Fahrbahn markiert.

Rund 10 000 Fahrzeuge rollen täglich über die B 96 in diesem Abschnitt. Autofahrer werden gebeten, die Bedarfsumleitung über Penzlin und Peckatel zu nutzen. Während der gesamten Bauzeit bleibt die Straße halbseitig gesperrt.

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