Altstrelitzer Rollifahrer beklagt schlechten Zustand der Wege:

Holperwege machen es Behinderten schwer

Helge Vollmar aus Altstrelitz ist auf einen Elektroscooter, einen Rollator oder Gehhilfen angewiesen, wenn er unterwegs ist. Der Zustand der Straßen macht ihm das Fortkommen nicht einfach.

Bis hierher und nicht weiter: Die Tür zum Eingang der Apotheke im Technikum in Altstrelitz lässt sich nur schwer öffnen. Für Menschen, wie Helge Vollmar stellt sie eine unüberwindbare Hürde dar. Externe Hilfe ist gefragt.
Anke Goetsch Bis hierher und nicht weiter: Die Tür zum Eingang der Apotheke im Technikum in Altstrelitz lässt sich nur schwer öffnen. Für Menschen, wie Helge Vollmar stellt sie eine unüberwindbare Hürde dar. Externe Hilfe ist gefragt.

Glücklicherweise besitzt Helge Vollmar aus Altstrelitz einen gut gefederten Elektroscooter. Mit dem ist er häufig unterwegs und mit dem kann er so manche straßenbauliche Hürde in seinem Wohnumfeld in Altstrelitz meistern. Ein Allheilmittel ist der Scooter aber auch nicht.  Schwieriger ist es für den stark gehbehinderten Mann dann schon, wenn er sich für einen Ausflug mit seinem Rollator entscheidet oder sich für kurze Wege auf zwei Gehstöcke verlassen möchte.

Helge Vollmar lebt seit sechs Jahren in Altstrelitz. Praktisch vor seiner Haustür geht der Ärger schon los, wenn Helge Vollmar außer Haus möchte. Der Nordkurier hat ihn bei einem kleinen Ausflug begleitet. An der Fußgängerampel vor dem Technikum ist es schon zum Haare ausraufen. Die Ampelschaltung sei nur auf den fließenden Autoverkehr ausgerichtet, moniert der Altstrelitzer. Ältere gehbehinderte Menschen könnten den Weg auf gar keinen Fall innerhalb der Grünphase schaffen, so seine Wahrnehmung. Die nächste Hürde tut sich dann für ihn beim Erreichen der Apotheke im ehemaligen Technikum auf. Hier ist er immer auf Hilfe angewiesen, wenn er von der Stolte-Straße aus in die Apotheke gelangen möchte. Allein aber kann er die Außentür nicht öffnen. Eine Automatiktür wäre aus seiner Sicht wünschenswert. Vollmar weiß, dasss es rückwärtig einen behindertengerechten Zugang gibt. Der aber sei für ihn umständlich zu erreichen, sagt er.

Zurück auf der Straße weist der Altstrelitzer auf das Hauptproblem in seinem Wohnumfeld hin. Die Gehwege sind teilweise in sehr schlechtem Zustand und stellen gerade für ältere Menschen echte Hürden dar. Mit seinem Scooter klappt es zwar einigermaßen, doch in der Bahnhofstraße entscheidet  sich der Mann, auf der Straße mit Kopfsteinpflaster zu fahren. Denn so die Erfahrung von Helge Vollmar, der Bürgersteig ist so schräg, dass er für Menschen mit Gehbehinderungen eigentlich gar nicht nutzbar ist. Das wäre viel zu gefährlich. 

Richtig schlimm wird es für den Senior dann am Alex entlang der Bushaltestellen. Die Höhenunterschiede in der Pflasterung stellen echte Stolperfallen dar und fallen wohl jedem ins Auge. Das geht so nicht und hat mit Behindertenfreundlichkeit schon gar nichts zu tun, sagt Helge Volmer in Richtung Neustrelitzer Rathaus.

Dort kennt man die Probleme der Altstrelitzer Gehwege und nimmt dieses Problem sehr ernst, wie Gerd-Joachim Maaß vom Hoch- und Tiefbauamt versichert. Schrittweise sollen, beginnend in diesem Jahr Jahr, die Gehwege neu gestaltet werden, sagt Maaß.

 

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